Meine Filmaufnahmen von aufgespiessten Delphinen und geköpften Haien führen immer wieder zu der erstaunten und manchmal auch empörten Frage: Wie konntest Du das nur filmen, ohne die Tiere retten zu wollen?

Ohne Frage wäre es mir lieber gewesen, wenn ich das illegale Töten der Delphine und Haie hätte verhindern können, aber das war eine Alternative, die ich nicht hatte. Nach sieben Jahren, in denen wir versuchten, diese verdeckte Recherche zu finanzieren, war dies unsere einzige Möglichkeit etwas zu filmen, für das es  bisher keinerlei Beweise gab und von dem wir nur Gerüchte  hörten.

Gastblog von Stefan Austermühle, Peru

(c) Stefan AustermühleEs ist unmöglich dies zu wiederholen, denn jetzt  wird es keinem peruanischen Fischer jemals wieder einfallen, einen Kameramann an Bord zu lassen. Meine Aufnahmen sind höchstwahrscheinlich die einzigen, die jemals von dieser illegalen Jagd existieren werden.
Es war von Anfang an klar für mich, dass wir ohne diese Aufnahmen keinerlei Chance haben würden, dieses ökologische Verbrechen jemals zu stoppen.

Ich musste also auswählen:

  • Entweder ich versuchte, in diesem Moment das Töten zu verhindern und stellte mich dadurch automatisch als Naturschützer bloss (was leicht in einem Tod durch Ertrinken hätte enden können) was darin resultierten würde, dass ich die einzige Möglichkeit verschwendet hätte, dies zu dokumentieren.
  • Oder  ich musste mich zusammenreisen und diesen Delphinmord filmen ohne einzugreifen und gewissermassen diese Delphine opfern für das Wohl der anderen, die wir retten können, wenn wir es schaffen, diese Praxis zu beenden.

Ich habe meine Wahl getroffen und damit ist natürlich auch klar, dass ich persönlich jetzt eine enorme Gewissenslast auf meinen Schultern trage. Ich habe diese Bilder nicht nur auf einer Festplatte gespeichert und kann den Computer abstellen. Ich habe diese Bilder in meiner Erinnerung gespeichert und die ist allgegenwärtig und nicht löschbar.

Für mich persönlich ist das Machen des Filmes und der Erfolg dieser Kampagne der einzige Weg  vor mir selbst zu rechtfertigen, dass ich diese Tiere sterben liess. Deshalb brauche ich Ihre Hilfe. Ich muss diesen Film machen damit wir gemeinsam dieses Töten stoppen können. Helfen Sie mir mit Ihrer Spende an OceanCare damit meine Reise nicht sinnlos war: www.oceancare.org/spenden (Stichwort Peru).