Team

Vera Bürgi

Geschäftsleiterin

Schon als sie noch nicht wusste, was sie in ihrem Leben tun würde, wusste Vera Bürgi, dass die Sinnhaftigkeit der Arbeit für sie zentral ist. Ehe sie 2003 ihre Aufgabe bei OceanCare fand, studierte sie Kunstgeschichte und kommunizierte in der Reisebranche, für das tibetische Anliegen, im Theater und in PR-Agenturen. Bis 2012 war Vera Bürgi bei OceanCare verantwortlich für Kommunikation und Medienarbeit. 2013 übernahm sie die Geschäftsleitung der Organisation. Seit 2009 arbeitet sie auch als Kinesiologin.

Mit ihrem Engagement bei OceanCare will Vera Bürgi den Respekt gegenüber der Wildnis und der Artenvielfalt des blauen Planeten fördern. Natur, Mensch und Kultur erzählen für sie eine einzigartige, aufregende Geschichte und sie arbeitet daran, dass diese Geschichte weitergeht. „Wir haben den Bezug zur Natur verloren. Nun gilt es, herauszufinden, wie wir gut auf der Erde leben können, ohne sie zu zerstören.“ Im OceanCare-Team spürt sie, was sie in der ganzen Welt sehen möchte: ein freudiges, gemeinschaftliches Engagement für eine gemeinsame Vision. „Jeder bringt seine Stärken ein, zusammen haben wir eine Art Schwarmintelligenz, und genau das macht unsere Arbeit so erfolgreich. Ich bin mir sicher, wir leben hier ein Zukunftsmodell.“

Vera Bürgi mag das Schöne. An der Natur, an der Kultur und am Menschen mit seiner kreativen Kraft. Am Meer berührt sie die grosse Weite, in der der Mensch ganz klein wird. Denn gerade wo der Mensch unbedeutend wird, ist seine wahre Grösse zu spüren, findet sie.

Dr. Silvia Frey

Leiterin Wissenschaft & Bildung

Dr. phil. nat. Silvia Frey studierte an der ETH Zürich Umweltnaturwissenschaften und doktorierte an der Philosophisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Basel im Bereich Neurobiologie. Dass sie im Tier-, Arten- und Umweltschutz arbeiten wollte, war für die Naturliebhaberin seit frühester Jugend klar, dass sie ihre Leidenschaft leben kann, hält sie für ein Privileg.

Silvia Frey engagiert sich seit 1997 bei OceanCare. Sie leitet den Bereich Wissenschaft und Bildung und ein Wal- und Delphinforschungsprojekt. Grossen Wert legt sie auf die Arbeit mit nicht-invasiven Methoden, um die Tiere möglichst wenig zu stören. Auch legt sie besonderes Augenmerk auf die Entwicklung eines verantwortungsvollen Meerestiertourismus und die Umweltbildung. Sie hält Vorträge, leitet Workshops und betreut Abschlussarbeiten.

Forschung und angewandte Wissenschaft zu verbinden, ist Silvia Frey wichtig. Als Naturschutzbiologin will sie mit wissenschaftlichen Erkenntnissen eine solide Grundlage für einen besseren Schutz der Meerestiere und ihrer Habitate schaffen. Mit wissenschaftlichen Publikationen trägt sie dazu bei, den Schutz der Meerestiere voranzutreiben und unterstützt eine breite Akzeptanz von OceanCare in der internationalen Wissenschaftswelt. Ebenso wichtig ist ihr die Öffentlichkeitsarbeit, denn die Sensibilisierung für das vielfältige Leben im Meer und seine Gefährdung durch den Menschen ist für sie die Basis, um Veränderungen im Verhalten jedes Einzelnen zu bewirken.

Wäre Silvia Frey eines der Meerestiere, die sie so faszinieren, dann wohl der Manta-Rochen, denn so könnte sie eins zu eins herausfinden, wie dieser geheimnisvolle, elegante „Meeres-Tänzer“ lebt. In ihrer Forschungstätigkeit fesselt und interessiert sie insbesondere die Lebensweise und Verbreitung der Pottwale im Mittelmeer.

Sigrid Lüber

Leiterin Internationale Zusammenarbeit

Eine bewegende Begegnung mit einer Delphinschule bei einem Tauchgang im Indischen Ozean zeichnete den Lebensweg von Sigrid Lüber in wenigen Minuten neu: Mit einer Handvoll Verbündeter gründete sie noch im selben Jahr, 1989, den Verein OceanCare, dem sie seit 1993 als Präsidentin vorsteht. Als ausgebildete Maschinenzeichnerin und mit langjähriger kaufmännischer Erfahrung in internationalen Konzernen engagierte sich Sigrid Lüber von 1989 bis 2003 intensiv ehrenamtlich für OceanCare. Seit 2003 widmet sie sich hauptberuflich dem Schutz der Meerestiere und Ozeane.

Sigrid Lüber war es von Beginn weg wichtig, die Voraussetzungen für das Leben im Meer zu verbessern. Basis dafür ist die Arbeit in internationalen Gremien – ein Arbeitsbereich, den sie bei OceanCare leitet. Seit 1992 nimmt Sigrid Lüber an den Konferenzen der Internationalen Walfangkommission (IWC) teil. 2004 begann sie in allen für das Seerecht relevanten UNO-Gremien aktiv zu werden. Sie pflegt ausgezeichnete Kontakte zu Entscheidungsträgern im In- und Ausland. Ihrem Engagement an der UNO ist es zu verdanken, dass OceanCare 2011 vom Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen den Sonderberaterstatus für Fragen im Meeresschutz erhielt. 2015 wurde Sigrid Lüber von dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen UNEP eingeladen, OceanCare von UNEA, dem obersten Entscheidungsgremium für internationale Umweltfragen, akkreditieren zu lassen.

Ihr umfassendes Wissen um die Meere und die juristischen Grundlagen des internationalen Meeresschutzes hat sich Sigrid Lüber autodidaktisch angeeignet. Mit einem Sinn für zukunftsträchtige Themen und Problematiken, einer gesunden Kombination aus Pragmatismus, Wissen, Herzblut, Mut und Beharrlichkeit hat sie massgeblich dazu beigetragen, OceanCare zu einer in internationalen Gremien und Wissenschaft weltweit anerkannten Instanz zu machen. Mensch, Natur und Tier liegen ihr seit jeher am Herzen. Unter den Meeresbewohnern hat es ihr der Grindwal mit seiner selbst für Meeressäuger ungewöhnlich sozialen Lebensweise besonders angetan.

Fabienne McLellan

Leiterin Öffentlichkeitsarbeit, Stv. Leiterin Internationale Zusammenarbeit

Fabienne McLellan wurde früh vom Fernweh gepackt. Neben zahlreichen Reisen machte sie Vancouver, San Diego, Melbourne und London zu ihrer temporären Heimat, ehe sie in die Schweiz zurückkehrte.

An der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich studierte sie nebenberuflich Kommunikation, während sie sich in der Privatwirtschaft um komplexe Finanzstrukturen kümmerte. Zu OceanCare fand sie 2009 als Volontärin. OceanCare hat sie seither nicht mehr losgelassen und zu ihrem Masterstudium im Bereich Umweltschutz und Nachhaltigkeit an der Monash University in Melbourne inspiriert. Aktuell leitet Fabienne McLellan bei OceanCare die Öffentlichkeitsarbeit. Mit ihrem fachlich-wissenschaftlichen Hintergrund und ihrer kommunikativen Ader tritt sie in die Fusstapfen Sigrid Lübers und arbeitet vermehrt auf internationalem Parkett.

Nach dem Meer ist die passionierte Wellenreiterin geradezu süchtig. Nirgends fühlt sich Fabienne McLellan der Natur näher als auf dem Surfbrett. Wenn dann noch eine Gruppe Schweinswale vorbeischwimmt, wie damals auf Sylt, ist das Glück für sie kaum zu fassen. Als Wellenreiterin hat sie aber auch die Meeresverschmutzung am eigenen Leib zu spüren bekommen. Vor allem das Thema Plastikverschmutzung beschäftigt sie und wann immer sie dem Ruf der Wellen folgt, sammelt sie am Strand Plastikmüll zusammen. Wäre Fabienne McLellan eine Meeresbewohnerin, dann wohl das aufrechte, archaische und verspielte Seepferdchen, das sich der Strömung anvertraut, um dann im richtigen Moment am richtigen Ort zu bleiben. Bei OceanCare hat sie diesen Ort definitiv gefunden.

Sandra Ludescher

Online & Mittelbeschaffung

Sandra Ludescher hat einen Masterabschluss in Publizistik- und Kommunikationswissenschaften der Universität Zürich und hat sich bereits als Werkstudentin in den Bereichen digitale Kommunikation und Online-Marketing umfangreiches Praxiswissen angeeignet. Nach über zwei Jahren als Mediaplanerin in einer international tätigen Werbeagentur entschloss sie sich, ihr Know-How für ihre Leidenschaft, den Tierschutz, einzusetzen. Sie bringt OceanCare kommunikativ in jeder Hinsicht ins 21. Jahrhundert und weiss dank ihrer Kontrolltools genau, ob und wie wirksam beispielsweise Online-Petitionen oder digitale Informationskampagnen sind.

Besondere Freude bereitet Sandra Ludescher die Arbeit im Team: wenn spürbar wird, wie die vielen kleinen Zahnräder bei OceanCare ineinandergreifen und Grosses bewirken. Als zentrale Herausforderung erachtet sie es, der Öffentlichkeit die Bedeutung des Meeresschutzes näher zu bringen. Häufig hört sie, man solle sich doch erst einmal um die Menschen kümmern. Genau das tut sie – indem sie sich um deren Lebensgrundlage, die Natur, kümmert.

Im Rahmen eines Seminars zum Tierschutzstrafrecht besuchte Sandra Ludescher 2012 einen Schlachthof. Seither lebt sie vegan, die Nutztiere sind zu einer Herzensangelegenheit geworden, für die sie sich in ihrer Freizeit engagiert. Ihre Begeisterung für Meerestiere hat sie bei einer Begegnung mit Delphinen während einer Bootsreise entdeckt. Mensch, Huhn oder Wal – wichtig sind sie ihr alle. Doch wäre sie ein Meereslebewesen, so wohl der Blauwal, der friedlich durch die Meere pflügt und riesige Mengen tierisches Plankton verzehrt. Das ist der begeisterten Köchin nah – obwohl sie sich für pflanzliches Plankton entscheiden würde.

Ed Lüber

Shop-Administration

Ed Lüber war einer der ersten Unterstützer von OceanCare. Aus Liebe zum Meer gehörten Tauchen, Windsurfen und Wellenreiten seit 1967 zu seinem Leben. Ab 1970 arbeitete er als Tauchlehrer in der Türkei, Ostafrika, auf den Malediven und im Mittelmeer, in den Wintermonaten als Bauführer im Wasserbau und als Berufstaucher in allen Schweizer Gewässern. Der Meeresschutz war ihm schon immer ein Anliegen und Taten sind ihm hier – wie auch sonst im Leben – lieber als grosse Worte. So brachte er beispielsweise auf den Malediven jede Nacht die von den Feriengästen eingesammelten Muscheln und Korallen wieder ins Meer zurück.

Nach seiner Ausbildung zum Hochsee-Skipper wurde Ed Lüber Leiter des technischen Bereiches des Walforschungsprogrammes von OceanCare, das er über zehn Jahre aktiv begleitete. Über viele Jahre war er zudem Redaktor der damaligen News-Publikation für die Mitglieder des Vereins und setzte sich mit Beiträgen in Fachzeitschriften für den Schutz der Meere ein. Eines seiner schönsten Erlebnisse war die Begegnung mit einem Walhai. Besonders beeindruckt haben ihn damals übrigens die Bootsboys, die ihn mit allen Mitteln vom Wasser fernhalten wollten – sie hielten das Tier für einen gefährlichen Tigerhai. Angetan haben es ihm aber auch weniger spektakuläre Arten wie die Zackenbarsche – vielleicht weil sie so gut zu seiner ruhigen Persönlichkeit passen: Ganz still warten sie auf Beute, nur die Augen bewegen sich, doch wenn es darauf ankommt, reagieren sie blitzschnell.

Auch jetzt, im Unruhestand, ist Ed Lüber OceanCare treu geblieben. Wenn er nicht gerade mit seiner Hündin unterwegs ist, betreut er den Shop und ist die gute Seele des Teams.

Stefani Westphal Vonesch

Buchhaltung

Stefani Westphal Vonesch ist seit 1993 Mitglied von OceanCare. 2001 wurde sie in den Vorstand gewählt, seit 2003 ist sie Vizepräsidentin, daneben kümmert sie sich um die Buchhaltung.

Wasser ist Stefani Westphals Element, Wissensdurst eine ihrer zentralen Eigenschaften und Tiere sind ihre grosse Liebe. Aus dem “schnorchelnden“ Kind vom Zürichsee wurde – neben einigen Semestern Zoologie-Studium und einer 10-jährigen Karriere im Marketing – eine professionelle Taucherin. In vielen Jahren als Sporttaucherin und Tauchlehrerin lernte sie den Lebensraum Meer kennen und lieben. Stets fühlte sie sich dabei als Gast in einer erstaunlich anderen Welt. Nicht nur die Schönheit, auch die Gefährdung dieses wunderbaren Teils unserer Erde wurde ihr auf den Tauchgängen immer aufs Neue bewusst. Auch deshalb bedeutet es ihr viel, durch die Mitarbeit bei OceanCare einen Beitrag zur Erhaltung des Lebensraumes Meer leisten zu können.

Dass selbst kleine Massnahmen viel bewirken können, durfte Stefani Westphal in einem Meeresschutzgebiet in Italien über Jahre hinweg beobachten: „Mit jedem Jahr des Industriefischereiverbots nahm die Zahl der Arten und Individuen zu. Die von Natur aus neugierigen Zackenbarsche verloren sogar wieder ihre Angst vor uns Tauchern.“ Wäre die energiegeladene Stefani ein Meerestier, so vielleicht am ehesten ein Hai. Der elegante Langstreckenschwimmer geht, oder besser: schwimmt seit Millionen Jahren unbeirrt und kraftvoll seinen Weg. Neben ihrer Arbeit für OceanCare und im eigenen Unternehmen züchtet Stefani mit Hingabe Rhodesian Ridgebacks. Zu dieser Hunderasse passt auch ihre Leidenschaft für das südliche Afrika, wo sie eine „Basic Ranger“-Ausbildung gemacht hat.