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Team

Vera Bürgi

Co-Geschäftsleiterin 70%

Schon als sie noch nicht wusste, was sie in ihrem Leben tun würde, wusste Vera Bürgi, dass die Sinnhaftigkeit der Arbeit für sie zentral ist. Ehe sie 2003 ihre Aufgabe bei OceanCare fand, studierte sie Kunstgeschichte und kommunizierte in der Reisebranche, für das tibetische Anliegen, im Theater und in PR-Agenturen. Bis 2012 war Vera Bürgi bei OceanCare verantwortlich für Kommunikation und Medienarbeit. 2013 übernahm sie die Geschäftsleitung der Organisation. Seit 2009 arbeitet sie auch als Kinesiologin.

Mit ihrem Engagement bei OceanCare will Vera Bürgi den Respekt gegenüber der Wildnis und der Artenvielfalt des blauen Planeten fördern. Natur, Mensch und Kultur erzählen für sie eine einzigartige, aufregende Geschichte und sie arbeitet daran, dass diese Geschichte weitergeht. „Wir haben den Bezug zur Natur verloren. Nun gilt es, herauszufinden, wie wir gut auf der Erde leben können, ohne sie zu zerstören.“ Im OceanCare-Team spürt sie, was sie in der ganzen Welt sehen möchte: ein freudiges, gemeinschaftliches Engagement für eine gemeinsame Vision. „Jeder bringt seine Stärken ein, zusammen haben wir eine Art Schwarmintelligenz, und genau das macht unsere Arbeit so erfolgreich. Ich bin mir sicher, wir leben hier ein Zukunftsmodell.“

Vera Bürgi mag das Schöne. An der Natur, an der Kultur und am Menschen mit seiner kreativen Kraft. Am Meer berührt sie die grosse Weite, in der der Mensch ganz klein wird. Denn gerade wo der Mensch unbedeutend wird, ist seine wahre Grösse zu spüren, findet sie.

Stefani Westphal Vonesch

Co-Geschäftsleiterin 30%

Stefani Westphal Vonesch ist seit 1993 Mitglied von OceanCare. 2001 wurde sie in den Vorstand gewählt, seit 2003 ist sie Vizepräsidentin und seit 2018 Co-Geschäftsleiterin.

Wasser ist Stefani Westphals Element, Wissensdurst eine ihrer zentralen Eigenschaften und Tiere sind ihre grosse Liebe. Aus dem „schnorchelnden“ Kind vom Zürichsee wurde – neben einigen Semestern Zoologie-Studium und einer 10-jährigen Karriere im Marketing – eine professionelle Taucherin. In vielen Jahren als Sporttaucherin und Tauchlehrerin lernte sie den Lebensraum Meer kennen und lieben. Stets fühlte sie sich dabei als Gast in einer erstaunlich anderen Welt. Nicht nur die Schönheit, auch die Gefährdung dieses wunderbaren Teils unserer Erde wurde ihr auf den Tauchgängen immer aufs Neue bewusst. Auch deshalb bedeutet es ihr viel, durch die Mitarbeit bei OceanCare einen Beitrag zur Erhaltung des Lebensraumes Meer leisten zu können.

Dass selbst kleine Massnahmen viel bewirken können, durfte Stefani Westphal in einem Meeresschutzgebiet in Italien über Jahre hinweg beobachten: „Mit jedem Jahr des Industriefischereiverbots nahm die Zahl der Arten und Individuen zu. Die von Natur aus neugierigen Zackenbarsche verloren sogar wieder ihre Angst vor uns Tauchern.“ Wäre die energiegeladene Stefani ein Meerestier, so vielleicht am ehesten ein Hai. Der elegante Langstreckenschwimmer geht, oder besser: schwimmt seit Millionen Jahren unbeirrt und kraftvoll seinen Weg. Neben ihrer Arbeit für OceanCare und im eigenen Unternehmen züchtet Stefani mit Hingabe Rhodesian Ridgebacks. Zu dieser Hunderasse passt auch ihre Leidenschaft für das südliche Afrika, wo sie eine „Basic Ranger“-Ausbildung gemacht hat.

Sigrid Lüber

Leiterin Governance

Eine bewegende Begegnung mit einer Delphinschule bei einem Tauchgang im Indischen Ozean zeichnete den Lebensweg von Sigrid Lüber in wenigen Minuten neu: Mit einer Handvoll Verbündeter gründete sie noch im selben Jahr, 1989, den Verein OceanCare, dem sie seit 1993 als Präsidentin vorsteht.

Sigrid Lüber war es von Beginn weg wichtig, die Voraussetzungen für das Leben im Meer zu verbessern. Basis dafür ist die Arbeit in internationalen Gremien – ein Arbeitsbereich, den sie bei OceanCare leitet. Seit 1992 nimmt Sigrid Lüber an den Konferenzen der Internationalen Walfangkommission (IWC) teil. 2004 begann sie in allen für das Seerecht relevanten UNO-Gremien aktiv zu werden. Sie pflegt ausgezeichnete Kontakte zu Entscheidungsträgern im In- und Ausland. Ihrem Engagement an der UNO ist es zu verdanken, dass OceanCare 2011 vom Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen den Sonderberaterstatus für Fragen im Meeresschutz erhielt. 2015 wurde Sigrid Lüber von dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen UNEP eingeladen, OceanCare von UNEA, dem obersten Entscheidungsgremium für internationale Umweltfragen, akkreditieren zu lassen.

Ihr umfassendes Wissen um die Meere und die juristischen Grundlagen des internationalen Meeresschutzes hat sich Sigrid Lüber autodidaktisch angeeignet. Mit einem Sinn für zukunftsträchtige Themen und Problematiken, einer gesunden Kombination aus Pragmatismus, Wissen, Herzblut, Mut und Beharrlichkeit hat sie massgeblich dazu beigetragen, OceanCare zu einer in internationalen Gremien und Wissenschaft weltweit anerkannten Instanz zu machen. Mensch, Natur und Tier liegen ihr seit jeher am Herzen. Unter den Meeresbewohnern hat es ihr der Grindwal mit seiner selbst für Meeressäuger ungewöhnlich sozialen Lebensweise besonders angetan.

Fabienne McLellan

Co-Leiterin Internationale Zusammenarbeit

Fabienne McLellan wurde früh vom Fernweh gepackt. Neben zahlreichen Reisen machte sie Vancouver, San Diego, Melbourne und London zu ihrer temporären Heimat, ehe sie in die Schweiz zurückkehrte.

An der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich studierte sie nebenberuflich Kommunikation, während sie sich in der Privatwirtschaft um komplexe Finanzstrukturen kümmerte. Zu OceanCare fand sie 2009 als Volontärin. OceanCare hat sie seither nicht mehr losgelassen und zu ihrem Masterstudium im Bereich Umweltschutz und Nachhaltigkeit an der Monash University in Melbourne inspiriert. Bis 2017 leitete Fabienne McLellan bei OceanCare die Öffentlichkeitsarbeit. Mit ihrem fachlich-wissenschaftlichen Hintergrund und ihrer kommunikativen Ader tritt sie in die Fusstapfen Sigrid Lübers und arbeitet vermehrt auf internationalem Parkett.

Nach dem Meer ist die passionierte Wellenreiterin geradezu süchtig. Nirgends fühlt sich Fabienne McLellan der Natur näher als auf dem Surfbrett. Wenn dann noch eine Gruppe Schweinswale vorbeischwimmt, wie damals auf Sylt, ist das Glück für sie kaum zu fassen. Als Wellenreiterin hat sie aber auch die Meeresverschmutzung am eigenen Leib zu spüren bekommen. Vor allem das Thema Plastikverschmutzung beschäftigt sie und wann immer sie dem Ruf der Wellen folgt, sammelt sie am Strand Plastikmüll zusammen. Wäre Fabienne McLellan eine Meeresbewohnerin, dann wohl das aufrechte, archaische und verspielte Seepferdchen, das sich der Strömung anvertraut, um dann im richtigen Moment am richtigen Ort zu bleiben. Bei OceanCare hat sie diesen Ort definitiv gefunden.

Nicolas Entrup

Co-Leiter Internationale Zusammenarbeit / Ocean Policy Expert

Nicolas Entrup ist Geschäftsführer von Shifting Values. Für OceanCare arbeitet er seit vielen Jahren als Konsulent zum Thema Unterwasserlärm. In einer Laufbahn, die mehr als zwei Jahrzehnte Arbeit im Tier-, Natur- und Umweltschutz umgreift, steht Nicolas seit 10 Jahren auch an vorderster Front der politischen Arbeit zur Verminderung der Lärmverschmutzung der Meere. Dabei wühlte er sich durch internationale Prozesse, um Bewusstsein für dieses Problem aufzubauen und politische Vorgaben für dessen Management und Minderung zu erreichen. Er ist als Experte in mehreren internationalen Arbeitsgruppen zum Thema Unterwasserlärm tätig und konferiert regelmässig mit Entscheidungsträgern in Regierung und Industrie, um Fortschritte in dieser Angelegenheit zu erzielen.

Auch in anderen Themenbereichen, insbesondere bei Initiativen zur Beendigung der Jagd auf Wale, ist Nicolas Entrup Teil des OceanCare-Teams. Nicolas verfügt über einen reichen Erfahrungsschatz in internationaler Diplomatie und Naturschutzarbeit, den er sich u.a. durch die Mitwirkung in zahlreichen internationalen Gremien und Abkommen zu einer grossen Bandbreite an Natur- und Umweltschutzthemen erwarb.

Margarete Neuenschwander

Leiterin Kommunikation und Fundraising

In den USA geboren, in einem berndeutsch-sprechenden Elternhaus in der Ostschweiz aufgewachsen, waren verschiedene Sprachen, Dialekte und Mentalitäten für Margarete Neuenschwander eine Selbstverständlichkeit.

Diese Liebe zu Sprachen und fremden Kulturen führte sie nach der Schulzeit nach Paris, London und schliesslich Zürich, wo sie Literatur- und Sprachwissenschaften studierte. Es folgten weitere Auslandaufenthalte in Schweden und Südasien.

Nach ihrem Studium war sie als Texterin in der Werbung tätig, merkte aber bald, dass sie ihre Fähigkeiten für eine gemeinnützige Sache einsetzen wollte. Dieser Wunsch prägte fortan all ihre beruflichen Stationen: Sie baute die Zweigstelle der Nothilfeorganisation «Médecins Sans Frontières» in der Deutschschweiz auf, die sie 5 Jahre leitete. Weitere Non-Profit-Projekte folgten, unter anderem sieben Jahre bei «Solar Impulse». Nach dem historischen Solarflug um die Welt, war sie bei «Special Olympics» für das Stiftungsfundraising verantwortlich. Zudem engagiert sich Margarete Neuenschwander als Stiftungsrätin in einer Förderstiftung, die weltweit Projekte in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Ökologie unterstützt.

Bei OceanCare ist sie seit Mai 2019 tätig. Hier kann sie ihre langjährige Erfahrung mit Öffentlichkeitsarbeit, Mittelbeschaffung und dem Aufbau von Netzwerken einmal mehr für eine Sache einsetzen, die ihr am Herzen liegt.

Kerstin Glaus

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Kerstin studierte Biologie im Bachelor- und Nachhaltige Entwicklung im Masterstudium an der philosophisch-naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Basel. Für ihre Dissertation an der University of the South Pacific erforschte sie Bullenhaie und fand in Fidschi ihre zweite Heimat. Kerstins Fachgebiete umfassten die Populationsgenetik, die Identifikation von Bullenhai-Kinderstuben und die lokale, artisanale Haifischerei.

Nach einigen Schlüsselerlebnissen hat sich Kerstins Interesse vermehrt von der Biologie in Richtung Sozio-Ökologie und Fischerei bewegt. Bei OceanCare betreut sie unter anderem die Projekte Aquatic Wild Meat und Fischerei. Langlebige Meerestiere wie Schildkröten, Delfine und Haie werden in vielen Entwicklungsländern mangels alternativer Lebensmittel als Proteinquelle genutzt. Möglichkeiten zu finden und an Lösungen zu arbeiten, die sowohl die Nahrungssicherheit der lokalen Bevölkerung als auch den Schutz von Meerestieren sicherstellen, sieht Kerstin als eine Lebensaufgabe.

Für Kerstin ist es zentral, themen- und fachübergreifend zu arbeiten und offene Kreisläufe zu schliessen. Bereits im Jahr 2008 war sie bei OceanCare als Volontärin tätig und sie fühlt sich jetzt enorm privilegiert in einem Bereich zu arbeiten, in welchem alle Fäden zusammenkommen.

Es ist nicht weiter verwunderlich, dass ihr Studienorganismus, der Bullenhai, ihr favorisiertes Meereslebewesen ist. So kann diese Hai-Art nicht nur frei zwischen Süss- und Salzwasserhabitaten wechseln, sondern kehrt auch immer wieder an die Orte zurück, die für seinen Lebenszyklus essentiell waren

Rahel Beck

Mitarbeiterin Wissenschaft und Bildung

Schon als kleines Kind war Rahel von Tieren angetan. Waren es in ihren früheren Jahren vor allem Schnecken, Insekten und Mäuse, welche ihre Begeisterung weckten, wurden auch die Tiere mit ihrem Alter grösser. Im Zuge ihrer Masterarbeit in Verhaltensbiologie beobachtete sie Elefanten im Zoo, um mögliche Verbesserungen in der Haltung zu finden. Neben den beruflichen Tätigkeiten wird auch Rahels Freizeit immer von Tieren begleitet: diverse Haustiere haben ihr Leben schon bereichert und ihr Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Umgang zu Tieren geschaffen.

Bei OceanCare ist Rahel im Bereich Wissenschaft und Bildung tätig. Die Phänomene der Natur an jüngere Generationen weiterzugeben, diese dafür zu begeistern und motivieren, verfolgt Rahel mit Leidenschaft. Schon bei der Vogelwarte Sempach und später beim Zürcher Tierschutz konnte sie Menschen die Wunder der Natur und ihre Fragilität näher bringen. Durch ihre Neugier angetrieben liest sie sich gerne in neue Thematiken ein, führt Studien durch und erstellt Berichte.

Die Zuneigung zum Meer ist Anerkennung für die Natur. Das Studium der Biologie lehrte Rahel, dass alles miteinander vernetzt ist. Auch der Mensch ist Teil dieses Netzes und schon kleine Änderungen können grossflächige Veränderungen mit sich bringen. Egal ob Alge, Fliege oder Hai: Alle Lebewesen sollten mit Respekt behandelt werden und nicht anhand des Nutzens für den Menschen eingestuft und ausgebeutet werden.

Trotz der vielen Hindernisse, welche die Arbeit mit sich bringt und ihrer Liebe zum schwarzen Humor, sieht Rahel die Zukunft nicht düster. Sicherlich sind wir alle Teil des Problems, aber ohne eine gesunde Portion Optimismus und Humor würden wir nie gemeinsam zur Lösung kommen. Darum wäre Rahel auch gerne ein Tiefseekalmar und würde in schwarze Tiefen tauchen und Abenteuer erleben, die niemand anders erlebt hat.

Hanna Schlegel

Assistentin Kampagnen & Öffentlichkeitsarbeit

Hanna hat einen Bachelorabschluss in Publizistik- und Kommunikationswissenschaften und studierte bis 2019 Rechtswissenschaften. Vor Antritt ihrer Stelle bei OceanCare arbeitete sie unter anderem in der Finanzbranche, in der Forschung und als Lehrperson. Mit ihren vielfältigen Interessen und ihrem breit gefächerten Wissen unterstützt sie OceanCare im Bereich Kampagnen & Öffentlichkeitsarbeit.

Geprägt durch grossartige Lehrkräfte während ihrer Schulzeit, die es verstanden komplexe Umweltthemen verständlich und als bedeutsam zu vermitteln, erwuchs in Hanna schon früh der Wunsch, sich beruflich im Bereich des Umweltschutzes zu engagieren.

Als Segelfan, Paddlerin und passionierte Wasserratte war es für sie naheliegend, sich dem Meeresschutz zu widmen. Denn Überfischung, unkontrollierte Abfallentsorgung und Rohstoffabbau fordern ihren Tribut und lassen die Meeresbewohner als besonders schutzbedürftig erscheinen. Hanna hat oft die Erfahrung gemacht, dass Menschen die Gefahren, denen unsere Meere ausgesetzt sind, verkennen oder – noch schlimmer – sich gegenüber der Realität verschliessen.

Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, versteht sie es als Aufgabe, mit ihrer Arbeit das Bewusstsein für das maritime Gleichgewicht zu schärfen und damit möglichst viele Menschen für die Anliegen des Meeres-, Tier- und Artenschutzes zu gewinnen. Denn eines ist klar: Das Schicksal der Meere und ihrer Bewohner betrifft uns alle.

Corinne Bucher

Kampagnenmanagement und Online Kommunikation

Obwohl 429 Kilometer vom Meer aufgewachsen, war Corinne schon immer von der Weite und Wildheit der Ozeane fasziniert.

Ihre Kindheit verbrachte sie am Zürichsee, wo sie ihre Liebe zum Wasser entdeckte. Schon damals war ihr Wunsch gross, den Horizont nach Süden zu öffnen und mehr von der Welt zu sehen, als nur gerade Tsüri. Wen wunderts, dass sie ihre Grundausbildung beim Reiseveranstalter Hotelplan abschloss. Und fortan und für viele Jahre als Reiseberaterin,  Reiseleiterin und „Reisefüdli“ die Welt bereiste.

Bis dann der Wechsel in die Kommunikation erfolgte. Ein Masterstudium in strategischer Kommunikation und fast 10 Jahre als Beraterin bei der auf Non-Profit-Organisationen spezialisierten Agentur Spinas Civil Voices hielten Corinne auf Trab.

Seit Anfang 2019 ist Corinne mit Begeisterung bei OceanCare. Sie ist überzeugt, dass eine intakte Tierwelt die Voraussetzung für einen gesunden Planeten ist.

Corinne liebt anspruchsvolle Projekte und Kampagnen. Sie beherrscht die ganze Klaviatur der Medienkanäle und behält wie eine Kapitänin auch bei Sturm das Ziel im Auge.

Ed Lüber

Shop-Administration

Ed Lüber war einer der ersten Unterstützer von OceanCare. Aus Liebe zum Meer gehörten Tauchen, Windsurfen und Wellenreiten seit 1967 zu seinem Leben. Ab 1970 arbeitete er als Tauchlehrer in der Türkei, Ostafrika, auf den Malediven und im Mittelmeer, in den Wintermonaten als Bauführer im Wasserbau und als Berufstaucher in allen Schweizer Gewässern. Der Meeresschutz war ihm schon immer ein Anliegen und Taten sind ihm hier – wie auch sonst im Leben – lieber als grosse Worte. So brachte er beispielsweise auf den Malediven jede Nacht die von den Feriengästen eingesammelten Muscheln und Korallen wieder ins Meer zurück.

Nach seiner Ausbildung zum Hochsee-Skipper wurde Ed Lüber Leiter des technischen Bereiches des Walforschungsprogrammes von OceanCare, das er über zehn Jahre aktiv begleitete. Über viele Jahre war er zudem Redaktor der damaligen News-Publikation für die Mitglieder des Vereins und setzte sich mit Beiträgen in Fachzeitschriften für den Schutz der Meere ein. Eines seiner schönsten Erlebnisse war die Begegnung mit einem Walhai. Besonders beeindruckt haben ihn damals übrigens die Bootsboys, die ihn mit allen Mitteln vom Wasser fernhalten wollten – sie hielten das Tier für einen gefährlichen Tigerhai. Angetan haben es ihm aber auch weniger spektakuläre Arten wie die Zackenbarsche – vielleicht weil sie so gut zu seiner ruhigen Persönlichkeit passen: Ganz still warten sie auf Beute, nur die Augen bewegen sich, doch wenn es darauf ankommt, reagieren sie blitzschnell.

Auch jetzt, im Unruhestand, ist Ed Lüber OceanCare treu geblieben. Wenn er nicht gerade mit seiner Hündin unterwegs ist, betreut er den Shop und ist die gute Seele des Teams.