Geisternetze Eine der häufigsten Todesursachen bei vielen Meerestieren: Sie ertrinken

Meine Spende für in Not geratene Meerestiere

Unterstützen Sie unsere Arbeit für ein rechtlich bindendes globales Plastikabkommen – und gegen Geisternetze.

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Hunderttausende Meerestiere kommen Jahr für Jahr in Geisternetzen um.

Grüne Meeresschildkröte auf Haiwaii

Meeresschildkröten

Meeresschildkröten werden von kleineren Tieren, die in den Geisternetzen zu Ködern werden, angelockt. Statt Nahrung finden sie darin oft den Tod.

Buckewal im Wasser

Wale

Wale verheddern sich häufig in treibenden Netzen und ziehen dann eine oft tonnenschwere Last hinter sich her, wodurch sie langsam und qualvoll verenden.

Bottlenose Dolphin

Delfine

Auch Delfine werden von kleineren Tieren in Geisternetzen angelockt. Geraten sie in diese tödlichen Fallen, sind sogar die intelligenten Säuger chancenlos.

Mit Ihrer Hilfe stoppen wir die gefährlichste Form der Plastikverschmutzung.

Geschafft! Diese Meeresschildkröte ist der Gefahr von Geisternetzen entkommen. Doch wie oft wird ihr das noch gelingen? Herrenlose Fischernetze machen einen grossen Teil des Plastiks in den Ozeanen aus. Sie sind für Meerestiere weitaus gefährlicher als verschluckbare Plastikabfälle wie Flaschendeckel, Sixpackringe oder Plastiksäcke. Höchste Zeit, diese Geister(-netze) aus den Meeren zu vertreiben. Aber wie?

Meeresschildkröte im Wasser

So gehen wir gegen Geisternetze vor:

Ghost Gear am Strand

Bestimmungen für Recycling alter Netze

Wir setzen uns für die Förderung von umweltgerechten Infrastrukturen an Häfen ein. So erhalten Fischer die Möglichkeit, ihre kaputten oder alten Netze nachhaltig im Hafen statt auf hoher See zu entsorgen. Ein globales Plastikabkommen fördert diese Entwicklung.

Schleppnetz - Nahaufnahme Netz

Kennzeichnung von Fanggeräten

Wahrscheinlich die effektivste Massnahme, um Geisternetze zu stoppen: Wir drängen international auf Gesetze, damit Fanggeräte markiert werden und gegen die illegale Entsorgung von Fangnetzen vorgegangen wird. Künftig soll jedes Fischereigerät markiert werden, damit man es eindeutig seinem Besitzer zuordnen kann.

Rettung von Meeresschildkröte

Meerestiere retten

Geisternetze fügen Meerestieren weltweit massives Leid zu. 2016 begannen wir mit dem Aufbau eines weltweiten Meerestier-Rettungsteams, das stetig ausgebaut wird. Wir unterstützen engagierte und gut ausgebildete Rettungsexperten, die verletzten Robben, Delfinen, Walen und Meeresschildkröten helfen.

Ghost Gear wird aus dem Meer entfernt

Geisternetze sorgsam bergen

Fischernetze, die herrenlos im Meer treiben, können jahrhundertelang unkontrolliert weiterfischen und dadurch enormen Schaden im Meer anrichten. Wir unterstützen weltweit Massnahmen, um Geisternetze sicher und umweltverträglich zu bergen.

Interview

Fabienne McLellan, Geschäftsführerin OceanCare

«Für die Meerestiere kann das neue Plastikabkommen lebensrettend sein.»

Fabienne McLellan ist Geschäftsführerin und Verantwortliche für das Programm zur Verhinderung von Plastikverschmutzung bei OceanCare.

Fabienne, wie geht es Walen, Robben und allen anderen Meerestieren derzeit?

Sie leiden massiv unter den rund 9 Millionen Tonnen Plastikmüll, der jährlich in den Ozeanen landet. Der Abfall stammt vom Festland, aber auch von Fischfangschiffen, die ihre Fischernetze verlieren oder illegal im Meer entsorgen. Für Tiere ist die Plastikkrise fatal: Sie verfangen sich in den Netzen oder fressen versehentlich Plastikteile. Beides kann tödlich enden.

Gibt es Hoffnung für Meerestiere?

Ja, die gibt es. Es entsteht derzeit das erste, rechtlich verbindliche globale Plastikabkommen. Dieses besagt, dass die Plastikverschmutzung beendet werden muss mittels Einschränkung der Produktion und Verwendung von Plastik. Damit besteht die historische Chance, das Plastikproblem an der Quelle zu stoppen.

Das Abkommen ist fast im Ziel. Was steht noch an?

Wir sind auf der Zielgeraden: Ein Entwurf für das Abkommen muss nun unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Standpunkte der beteiligten Länder in den letzten zwei Verhandlungsrunden ausgearbeitet werden. Dieser Entwurf bildet die Grundlage für das erste globale Abkommen, das dann offiziell verabschiedet werden muss. Wir müssen nach wie vor mit starkem Gegenwind rechnen, nicht zuletzt von der Plastikindustrie sowie den ölfördernden und ölproduzierenden Ländern. OceanCare wird den Prozess mit Herzblut begleiten und später dann auch die Umsetzung des Plastikabkommens sicherstellen.

Inwiefern ist OceanCare an diesem Abkommen beteiligt?

Im März 2022 hat die Staatengemeinschaft die bahnbrechende Resolution «Schluss mit der Plastikverschmutzung: Auf dem Weg zu einem rechtlich bindenden Abkommen» ausgehandelt. Darauf hatte OceanCare als Teil der Koalition BreakFreeFromPlastic voller Engagement über vier Jahre hingearbeitet. Wir nehmen seit der ersten Stunde aktiv an den Verhandlungen für dieses erste Plastikabkommen teil, leisten Überzeugungsarbeit bei den UNO-Länderdelegierten, erarbeiten Hintergrundberichte und beobachten die Verhandlungen als UNO-Sonderberaterin höchst aufmerksam, mit dem Ziel, ein möglichst wirkungsvolles und rechtsverbindliches Abkommen zu erreichen.

Das Abkommen ist historisch. Bist du nervös?

Ich bin optimistisch. Ein Scheitern ist schlicht unvorstellbar. Der Preis, den die Natur und vor allem die Meerestiere
zahlen müssten, wäre enorm. Vergessen wir nicht: Es geht nicht allein um den Schutz der Ozeane. Die Zukunft unseres ganzen Planeten steht auf dem Spiel. Wir müssen ihn vor der rollenden Plastiklawine schützen.

Machen Sie der Plastikflut ein Ende. Spenden Sie:

Meeresschildkröte - Sea Turtle Rescue Alliance STRA

Mit 50 Franken

Rettung

für den aktiven Schutz und die Rettung von Meeresschildkröten, Walen und anderen Meerestieren weltweit.

Sigrid Lüber und Fabienne McLellan, UNO 2016, OceanCare

Mit 100 Franken

Globales Plastikabkommen

für die politische Arbeit auf dem Weg zum ersten globalen Plastikabkommen.

Meeresschildkröte in Geisternetz

Mit 200 Franken

Bergung von Geisternetze

für die Bergung bestehender Geisternetze, die sonst Jahrhunderte lang weiter Tiere töten.

VIDEOS

STORYS

Unterstützen Sie unsere Arbeit für ein rechtlich bindendes globales Plastikabkommen – und gegen Geisternetze.

In diesem Jahr haben wir die Chance, viele Massnahmen gegen die Plastikflut in den Ozeanen in ein globales,
rechtlich bindendes Abkommen zu packen. Es beinhaltet Bestimmungen für alle Formen von Plastik, auch Fischereigeräte und Geisternetze. OceanCare ist seit 2018 an diesem Prozess der UNO beteiligt. Dieses Jahr finden die letzten Verhandlungsrunden statt. Das globale Plastikabkommen ist kurz vor dem Ziel. Wie stark es sein wird, hängt auch von den «letzten Metern» in den Verhandlungen ab. Die Erdöl- und Plastik-Lobby torpediert das Plastikabkommen, wo sie nur kann. Bitte seien Sie mit uns eine starke Stimme für die Ozeane und ihre Bewohner.

Sigrid Lüber und Fabienne McLellan, UNO 2016, OceanCare
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