Seltenste Säugetiere Europas

Mittelmeer-Mönchsrobben sind stark gefährdet. Gerade einmal rund 450 der prächtigen Tiere gibt es noch. Die Hälfte von ihnen leben an der mauretanischen Atlantikküste in einem Schutzgebiet, das die spanische Organisation CBD-Habitat mit Hilfe von OceanCare überwacht.
Eine Algenpest hatte den Mönchsrobben-Bestand in Mauretanien 1997 fast ausgelöscht. 2001 wurde für die verbleibenden Tiere am Cap Blanc ein Küstenabschnitt von 6,2 km unter Schutz gestellt. Seither kämpfen die Forscher von CBD-Habitat zusammen mit lokalen Rangern unermüdlich um das Überleben jeder einzelnen Mönchsrobbe. Mittlerweile ist die Population wieder auf 200 Tiere angewachsen.

Erfolgreicher Einsatz

Die Ranger kontrollieren im Schlauchboot die Aktivitäten auf See und patrouillieren täglich an Land. Sie schaffen im Schutzgebiet eine weitgehend ungestörte Umgebung für die Tiere. Um die Entwicklung der Population zu dokumentieren und die Lebensweise der Tiere besser zu verstehen, überwachen die Forscher drei schwer zugängliche Bruthöhlen mit fest installierten Kameras sowie durch direkte Beobachtung.

Während die lokalen Kleinfischer die Grenzen des Schutzgebiets mittlerweile akzeptieren, werfen industrielle Fangboote immer wieder illegal Netze aus, die für die Robben tödliche Fallen darstellen. OceanCare und CBD Habitat sorgen dafür, dass die Behörden die Kontrollen im Schutzgebiet intensivieren.

Jahr für Jahr werden in Mauretanien mittlerweile mehr Mönchsrobben geboren. Der Erfolg des Projekts zeigt sich aber auch im Verhalten der Tiere: Fast 60 Jahre hatten sich die Mönchsrobben in Höhlen zurückgezogen. Offene Strände mieden sie. Erst seit die Ranger dafür sorgen, dass die Tiere nicht mehr gestört werden, sonnen sich Muttertiere mit ihrem Nachwuchs wieder unter freiem Himmel.


Rettung einer Mönchsrobbe