Kollisionen Wale müssen in ihrer Heimat
wieder Vortritt haben.

Meine Spende für den Schutz der Wale

Mit Ihrer Spende tragen Sie dazu bei, die Wale und ihren wertvollen Lebensraum zu schützen. Herzlichen Dank!

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Warum Wale den Schiffen nicht ausweichen können

Anzeige: Wal mit Kopfhörern zu Unterwasserlärm, OceanCare

Lärm

Grosse Schiffe erzeugen unter Wasser enormen Lärm, der die Wale selbst auf grosse Distanz stört. Die Tiere sind für die Orientierung auf ihr Gehör angewiesen. Lärm erschwert es ihnen, die Schiffe zu orten.

Buckelwal nahe der Wasseroberfläche

Erschöpfung

Tauchgänge sind anstrengend für Wale. Beim Auftauchen sind sie erschöpft und ausser Atem, was bewirkt, dass ihre Reaktionsfähigkeit vermindert ist.

Schiffsschraube eines grossen Schiffs

Geschwindigkeit

Manche Handelsschiffe fahren mit einer Geschwindigkeiten von bis zu 64 Stundenkilometern übers Meer. Oft können Wale schlicht nicht schnell genug ausweichen.

Buckelwalmutter mit Kalb

Weniger Tempo rettet Leben.

Studien von Meeresforscher:innen zeigen deutlich, dass bereits eine Reduktion der Fahrgeschwindigkeit von 10 Prozent das Risiko einer Kollision zwischen Walen und Schiffen erheblich verringern kann. Deshalb setzt sich OceanCare intensiv dafür ein, dass Schiffe ihre Geschwindigkeit in Walhabitaten drosseln müssen.

Interview

Valérie Pimentel | OceanCare

«Gemeinsam schaffen wir eine lebenswerte Heimat für Wale.»

Valérie Pimentel ist Legal Officer bei OceanCare. Mit ihrem Team arbeitet sie an einem Paradigmenwechsel im internationalen, europäischen und spanischen Rechtssystem, um die Meeresbiodiversität wirksam zu schützen.

In deiner Masterarbeit hast du die rechtlichen Voraussetzungen für eine verpflichtende Geschwindigkeitsbegrenzung für Handelsschiffe untersucht, um Kollisionen zwischen Schiffen und Walen zu reduzieren. Was hat dich dazu inspiriert?

Ich hatte bereits Erfahrung im Meeresschutz, war aber zuvor nicht mit dem Thema Unterwasserlärm und Kollisionen zwischen Schiffen und Walen vertraut. Das Mittelmeer ist stark befahren, und die hohe Schifffahrtsdichte erhöht das Kollisionsrisiko für Wale erheblich. Besonders bewegend war ein Video eines verletzten Jungwales mit seiner Mutter, das mich überzeugte, dass eine Geschwindigkeitsreduktion in Walhabitaten rechtlich verankert werden muss.

Worauf muss bei Verhandlungen mit Regierungen zu Umweltfragen besonders achtgegeben werden?​

Die Sachlage ist oft komplex, und es ist wichtig, über Fachwissen und ein Netzwerk von Experten zu verfügen. Man muss die Interessen der verschiedenen Akteure verstehen und wissenschaftliche Fakten bereitstellen, da Behörden oft erst bei wissenschaftlichen Nachweisen für Umweltschäden aktiv werden.

Woran arbeitest du mit deinem Team momentan?

Wir setzen uns für ein Netzwerk von Schutzgebieten entlang der Migrationsrouten von Walen ein. Diese Gebiete müssen tatsächlich geschützt werden, nicht nur auf dem Papier. Unser Fokus liegt auf dem nordwestlichen Mittelmeer, wo viele Wale leben und der Schiffsverkehr intensiv ist. Die Anrainerstaaten müssen sich einigen, um einen grenzübergreifenden Schutz zu gewährleisten.

Was wird sich für die Wale in der Region ändern, wenn das Schutzgebiet «Walmigrationskorridor» Realität wird?

Das Schutzgebiet bietet Hoffnung für die Wale, da sie dort ungestört leben und migrieren können. Die regionalen Populationen könnten sich erholen, sodass wir in Zukunft möglicherweise weniger bedrohte Arten sehen.

Buckelwal springt aus dem Wasser

Das haben wir erreicht

  • 2018: Spaniens Regierung schützt eine wichtige Wanderroute für Finnwale zwischen den Balearen und dem spanischen Festland. Die Erdölindustrie muss die Region meiden.

  • Seit 2022: Reedereien wie MSC und CMA CGM drosseln auf Empfehlung von OceanCare das Schiffstempo in Walhabitaten.

  • 2023: Die Internationale Seeschifffahrts-Organisation (IMO) deklariert das nordwestliche Mittelmeer als besonders sensibles Meeresgebiet – OceanCare drängt darauf, dass die Schiffe darin zum Schutz der Pottwale und Finnwale ihre Geschwindigkeit drosseln.

  • Ab 2025: Lesen Sie hier, was unsere nächsten Schritte sein werden.
OceanCare: Die Stimme der Wale

OceanCare schützt die Wale. Weil die Meeresgiganten es verdient haben, in Sicherheit zu leben.

Mit Ihrer Hilfe verfolgen wir diese Ziele:

  • Kollision von Schiffen mit Walen vermeiden
  • Schutz der Walhabitate
  • Verbot der Waljagd
  • Lärmreduktion im Meer
  • Mit Walforschung Fakten schaffen
Petition Färöer Grindwal-Jagd Fabienne McLellan an EU-Vertretung
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