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Die 64zigste Tagung der Internationalen Walfangkommission begann mit Eröffnungsreden verschiedener Minister. Als Vorsitzender dieser Tagung wurde Bruno Mainini vom Bundesamt für Veterinärwesen gewählt, womit die Leitung der Schweizer Delegation an seinen Stellvertreter Martin Krebs vom Eidg. Departement des Äusseren übertragen wurde.

Nach Abklärung der Stimmberechtigung der IWC Mitgliedstaaten wurde das Walschutzgebiet im Südatlantik, das schon seit 2001 jedes Jahr auf der Traktandenliste steht, behandelt. Es erhielt leider auch dieses Jahr nicht die notwendige Dreiviertelmehrheit (38 Ja, 21 Nein, 2 Stimmenthaltungen). Das ist für die lateinamerikanischen Länder die sich seit elf Jahren für das Schutzgebiet einsetzen zwar bitter, aber für den Walschutz keine Katastrophe. Im beantragten Gebiet findet kein Walfang statt und die Anrainerstaaten könnten in ihrer 200-Seemeilenzone auch ohne Beschluss der IWC ein Schutzgebiet einrichten.

OceanCare hätte ein neues Schutzgebiet begrüsst“ und freut sich, dass die Schweiz dem Schutzgebiet zugestimmt hat” sagt Sigrid Lüber von OceanCare „Wir begrüssen aber auch, dass die IWC aus der jahrelangen Starre erwacht ist und endlich wieder Entscheidungen trifft. Die Quoten für die Ureinwohner und eine Resolution zur Schadstoffbelastung von Walfleisch sind wichtige Themen, die in den nächsten verhandelt werden müssen.”

Nach der Abstimmung zum Schutzgebiet wurde vom Wissenschaftsausschuss der Bericht zu den einzelnen Walpopulationen präsentiert und auch der Traktandenpunkt zum Walfang der Ureinwohner zur Selbstversorgung wurde eröffnet, doch die Zeit reichte nicht mehr die Verhandlungen abzuschliessen. Dies wird Thema des morgingen Tages sein. Erstmals durften wir NGO’s fünf Traktandenpunkte auswählen zu welchen wir ein Statement abgeben wollen und die fünf Redner auswählen. In den letzten paar Jahren durften wir zwar drei Statements abgeben, dies aber erst beinahe am Ende der Tagung und die IWC wählte Traktandenpunkte aus, die nicht kontrovers waren. Man sieht es ist Bewegung in die IWC gekommen, was sehr begrüssenswert ist.