Wer wahrhaft radikal sein will, muss Hoffnung wecken statt Verzweiflung nähren! Dieses Zitat des britischen Dramatikers Raymond Williams begleitet unser Engagement gegen den Lärm im Meer seit dem Jahr 2002. Es macht Mut. Es lehrt Geduld. Und es ermahnt uns, das Übel nicht an der Oberfläche zu bekämpfen, sondern dort, wo es weder offenkundig noch sichtbar ist: In den Plenarsälen der Politiker, in den Paragraphen der Juristen und auch in den Tiefen der Ozeane. Kurz: An den Wurzeln. Denn genau das ist Radikalität im Wortsinn.

Nach vierzehn Jahren, in deren Verlauf wir immer wieder erleben mussten, wie unser Herzensanliegen zur Kenntnis genommen und traktandiert, dann aber doch wieder verschoben oder zurückgestellt wurde, trägt unsere radikale und geduldige Hartnäckigkeit Früchte:

Vom 18. bis 22. Juni wird sich das UNO-Seerechtsabkommen eine ganze Woche lang  ausschliesslich mit den Gefahren des Lärms für das Leben im Meer befassen.

Damit ist ein wichtiges Etappenziel erreicht. Mit radikaler Zuversicht, strategischer Geduld und fachlicher Kompetenz im Gepäck wird eine Delegation von OceanCare nach New York reisen und alles daran setzen, dass dem entscheidenden Schritt in die richtige Richtung der Durchbruch folgt: Der Stille Ozean soll den schönen Namen, den der portugiesische Seefahrer Magellan ihm einst gegeben hat, wieder zu Recht tragen. Und mit dem Pazifik, wie er offiziell heisst, auch alle anderen Weltmeere.

Die anstehende UNO-Konferenz ist nicht zuletzt ein Resultat unserer langjährigen Aufklärungsarbeit und damit ein Erfolg, den wir den motivierenden und wertvollen Zuwendungen der Unterstützer und Freunde von OceanCare verdanken. Ihnen allen danken wir von Herzen! Sie helfen mit, die Meere stiller und lebendiger zu machen. Und die Probleme dort anzugehen, wo sie entstehen: An den Wurzeln.

Wenn OceanCare ab dem 18. Juni die UNO-Seerechtskonferenz begleitet, werden Sie den Ereignissen in New York im Blog folgen können.

Hören Sie hier als Auftakt eine Videobotschaft von OceanCare-Präsidentin Sigrid Lüber: