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Bevor Sie meinen Blogbeitrag lesen, bitte ich Sie kurz, die folgenden Frage für sich selbst zu beantworten:

Was beeindruckt Sie am meisten?
A) Der folgende Satz: 15 000 Delphine werden jedes Jahr in Peru illegal für Haifischköder getötet
B) Das folgende Foto:

(c) Stefan Austermühle

 

Gastblog von Stefan Austermühle, Präsident Mundo Azul

Fakt ist:
•    Ein Bild spricht mehr als tausend Worte
•    Ein Film spricht mehr als tausend Zeitungsartikel

Das ist so, weil:
•    Nur 7% von dem, was wir wahrnehmen, Worte sind
•    38% unserer Kommunikation ist, was unsere Ohren hören (Tonalität, Hintergrundmusik,…)
•    55% unserer Kommunikation ist, was unsere Augen sehen

Wussten Sie, dass in Peru Delphine getötet werden?
Wahrscheinlich wissen Sie dies erst seit Kurzem. Ich lebe seit 16 Jahren in Peru. Und in all diesen Jahren habe ich gegen das illegale Töten von Delphinen gearbeitet. Ich habe hunderte von E-Mails (Worte) an Umweltschutzorganisationen rund um die Welt geschickt und um Hilfe gebeten. Bis auf OceanCare, BlueVoice und einer Handvoll anderer Organisationen ist da nie etwas passiert.

Ich habe die Geschichte tausend Mal erzählt (Worte) und immer noch sind es nur wenige, die davon wissen.

Nach der Veröffentlichung unserer Informationen in Peru habe ich mehr als 400 Interviews gegeben (ich hab‘s erzählt) und die peruanische Regierung hat nichts gemacht. Die haben das Problem einfach unter den Teppich gekehrt.

Demgegenüber haben Filme wie “The Cove” (über das japanische Delphintöten) und “Blackfish” (über die Gefangenschaft von Orcas) einen weltweiten Aufschrei erzeugt und unglaublichen Druck ausgeübt.

Warum ist das so?

  • Weil Filme einen Beweis liefern, der so stark ist, dass man ihn eben nicht unter den Teppich kehren kann.
  • Weil Filme erreichen, dass die Menschen Augenzeugen sind. Sie sind dabei: Sie SEHEN und sie HÖREN – und dieses Erlebnis ist, was uns zum Handeln bewegt.

Ich habe keinerlei Zweifel: Unser Dokumentarfilm wird alles ändern!
Sie können alles ändern!
In Peru gibt es Gesetze, die das Töten von Delphinen verbieten. Unser Film wird die peruanische Regierung zwingen, alles zu unternehmen, damit diese Gesetze eingehalten und umgesetzt werden.
Ich will nicht mehr REDEN.
Helfen Sie mir und OceanCare der Welt zu ZEIGEN, was in Peru passiert, indem Sie mithelfen, die Produktion des Dokumentarfilms zu finanzieren.

Vielen Dank!

Kehrtwende durch Dokumentarfilm
Mit dem Filmmaterial von Stefan Austermühle soll ein Dokumentarfilm über die Delphinjagd in Peru entstehen, der nicht nur im Ausland, sondern auch innerhalb Perus die Menschen informiert und sensibilisiert. Die Fischer müssen die Qualen nachvollziehen können, die die Delphine erleiden, und verstehen, wie sie auch ohne Delphinfleisch zu ihrem Fang kommen. Ein Wandel kann nur stattfinden, wenn er von der betroffenen Bevölkerung mitgetragen wird.

Obwohl unzähliges aufrüttelndes Filmmaterial vorhanden ist, reicht die Qualität für einen professionellen Dokumentarfilm nicht aus. Ein erfahrener und gut vernetzter Filmemacher wäre bereit, nach Peru zu reisen, um gewisse Aufnahmen und Schnitte mit professionellem Equipment neu aufzunehmen und den Film entsprechend aufzubereiten. Doch noch fehlt das Geld dazu.

Stefan Austermülhles zweiter Hintergrundbericht
– neue Folgen laufend auf vimeo.com/oceancare. Bleiben Sie am Ball!