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Am heutigen Tag wurden die Tötungsmethoden und damit zusammenhängende Tierschutzaspekte besprochen. Schlechte Sicht, Meeresströmungen und das Wanken der Walfangschiffe auf hoher See kann dazu führen, dass Wale nicht sofort tödlich getroffen werden. Der Todeskampf dauert im Durchschnitt zwanzig Minuten und manchmal auch einiges länger. In einem Fall in Grönland dauerte der Todeskampf eines  Grönlandwals sogar zwei Stunden. Die Crew schoss sämtliche fünf Harpunen an Bord auf das Tier, das aber erst nach mehreren zusätzlichen Gewehrschüssen sterben konnte. Die Tötungsmethoden müssen also unbedingt verbessert werden. Ganz besonders auch beim Walfang der Ureinwohner zur Selbstversorgung.

Ein Antrag von Japan für eine Quote zum Küstenwalfang für einige Gemeinden in Japan, darunter auch Taiji erhielt zu wenig Unterstützung. Japan hat vom Recht Gebrauch genommen, diesen Antrag zurückzustellen und zu einem späteren Zeitpunkt abschliessend zu verhandeln. Korea kündigte an, ab nächstem Jahr Wissenschaftswalfang machen zu wollen. Dies löste teilweise heftige Reaktionen und eine intensive Diskussion aus, worauf Korea analog Japan verlangte, diesen Punkt später nochmals aufzugreifen.

Im späteren Nachmittag wurde mit der Behandlung des Traktandums Umweltgefahren begonnen. Sehr erfreulich war, dass die Unterwasserlärm-Verschmutzung und der Einfluss auf die Wale so viel Raum erhielt und dies auch im Zusammenhang mit Offshore Windparks und anderen erneuerbaren Energien aus dem Meer. Die Arbeit des Wissenschaftsausschuss wurde sehr begrüsst und USA, EU, Mexiko, Argentinien und Südafrika sprachen Unterstützung für weitere Anstrengungen in diesem Thema aus insbesondere in Bezug auf das Erstellen von Karten (CetMap) mit für Wale besonders wichtigen Gebieten wie Nahrungs- und Paarungsgründe, Wanderrouten und Orte mit residenten Walpopulationen, damit festgestellt werden kann, in welchen dieser Gebiete die Wale mit chronischem Lärm der Schifffahrt und seismischen Tests betroffen sind. Diese Karten sollen dazu dienen in besonders kritischen Gebieten Massnahmen zur Verringerung des Lärms vorzunehmen. OceanCare setzt sich seit 2002 in allen relevanten Gremien für die Regelung und Reduzierung des Unterwasserlärms ein und hat den Workshop zu erneuerbaren Energien aus dem Meer und den Einfluss auf die Wale finanziell unterstützt.

Morgen werden die Gesundheitsgefahren des Walfleischkonsums besprochen und über eine Resolution verhandelt, die eine bessere Aufklärung der Bevölkerung in den Walfangländern verlangt. Auch die Quoten für Grönlands Walfang zur Selbstversorgung kommen morgen auf den Tisch.