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Das grösste Leiden der Delphine in Gefangenschaft ist die Begrenzung des Lebensraums. In den kahlen Betonbecken können sie kein eigentliches Leben führen. Statt in ihren gewachsenen Familienstrukturen leben Delphine in Gefangenschaft in bunt zusammengewürfelten Gruppen in künstlich aufbereitetem chlorierten Salzwasser, werden mit totem Fisch gefüttert – eine Nahrung, die sie in freier Wildbahn nie fressen würden, haben keinerlei Rückzugsmöglichkeiten und können ihr natürliches Sonarsystem nicht einsetzen, weil dieses von den Betonwänden reflektiert wird.

Es geht den Delphinen in Gefangenschaft ähnlich wie es Rainer Maria Rilke in Seinem Gedicht “Der Panter” vom 6.11.1902 beschreibt.

Der Panther
Im Jardin des Plantes, Paris

Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille –
und hört im Herzen auf zu sein.

Sehen Sie dazu den Video, der den Delphinen in Gefangenschaft gewidmet ist.

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