<

Wale und Delphine – aber auch wir Menschen – leiden unter der Vergiftung der Meere.  Die Schadstoffbelastung in den Walen ist je nach Art, getestetem Organ, Fleischstück, Alter, Geschlecht und Herkunft des Tieres unterschiedlich.

Welche langfristigen Folgen diese Belastung für Meeressäuger dieser Gegend hat,  ist kaum abschätzbar. Bekannt ist aber, dass Wale und Delphine die Schadstoffe über ihre Nahrung aufnehmen, über Jahre in ihrem Speck (Fettgewebe) akkumulieren und über die Muttermilch an das säugende Kalb weitergeben.

Die chronische Belastung mit vielen giftigen Substanzen, darunter z.B. Schwermetalle wie Quecksilber und Blei, technische Produkte wie PCBs und Pestizide wie DDT, äussert sich auf viele Arten. Festgestellt werden: reduziertes Immunsystem, Hautveränderungen, Wunden mit bösartigen Tumoren, meistens im Verdauungssystem, aber auch Geschwüre im Mund und Wunden in Gedärmen und Atemwegen, sichtbare Deformationen bis hin zur reduzierten Fortpflanzungsfähigkeit, Totgeburten, hohe Sterberaten der Kälber, zum Beispiel bei einer Beluga-Population von rund 500 Tieren im St. Lorenzstrom. Die langfristigen Auswirkungen der Schadstoffe in den Walen sind jedoch noch viel zu wenig untersucht.

Seit Beginn der industriellen Entwicklung Ende des neunzehnten Jahrhunderts wurden 150 Basis-Chemikalien erfunden. Daraus entstanden die ca. 80’000 Chemikalien, die heute in Gebrauch sind, davon ca. 600 Pestizide. Jährlich kommen ungefähr 500-1000 neue Substanzen dazu. Nur ungefähr 10% dieser neuen Chemikalien können in der Umwelt gemessen und davon nur gerade 7 % international kontrolliert werden. Die Chemikalien gelangen direkt, über Flüsse oder über die Atmosphäre ins Meer, wobei der physiologische Einfluss auf Wale nur vermutet werden kann.

Zurzeit sind ungefähr 1,2 Millionen Tonnen Polychlorierte Biphenyle (PCBs), die in die Umwelt (Meer, Atmosphäre, Grundwasser und Land) gelangt sind, nachweisbar. Ungefähr 100’000 Tonnen wurden allein im Nord-Atlantik entsorgt, weshalb er weltweit am stärksten mit PCB verseucht ist.

OceanCare setzt sich für den Schutz der Wale und die Ozeane ein.  http://www.youtube.com/watch?v=qy5WB-e0aPM

Danke, dass Sie uns dabei unterstützen.

Mehr Infos finden Sie in im Report „Toxic Menu