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Fische
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Weltweite Überfischung

Wenn mehr Fische gefangen werden, als durch natürlichen Nachwuchs hinzukommen, spricht man von Überfischung. Heute gelten bereits 60-90 % der Meeresfischbestände als überfischt. Auch Umweltbelastungen wie die Versauerung der Meere, die Verschmutzung durch Plastik, Lärm oder Giftstoffe, gefährden Fischbestände und Ökosysteme. Trotzdem wird intensiv weitergefischt: Jährlich sind es rund 90 Millionen Tonnen Fische, Krebstiere und Weichtiere, die gefangen werden. Und das sind nur die offiziell berichteten Zahlen.

Zählt man die Tiere dazu, die als Beifang enden, sind es weitere 36,4 Millionen Tonnen. Dabei ersticken die Tiere, was bis zu 30 Minuten dauern kann, werden in Netzen zerdrückt oder stundenlang an Haken gezogen. Oft werden die noch lebenden Fische bereits an Bord ausgenommen, filetiert und tiefgefroren – ohne Betäubung. Für die Fische eine Tortur. Sie haben ein Nervensystem und empfinden Schmerzen. Die Zahl der jährlich gefangenen und getöteten Fische geht in die Milliarden.

 

Fischzuchten kurbeln Überfischung an

Weil viele Meeresgebiete praktisch leer gefischt sind, versucht man, den wachsenden Hunger nach Fisch durch Zuchtfisch zu stillen. Doch klassische Fischfarmen sind eine Form der Intensivtierhaltung. Zu viele Tiere leben auf zu engem Raum, haben ein hohes Krankheitsrisiko und werden darum oft bereits präventiv mit Antibiotika behandelt. Die meisten Zuchtfische sind Raubfische, die mit Fischmehl oder Fischöl gefüttert werden. Paradoxerweise wird in der konventionellen Zucht oft mehr Fisch für die Fütterung benötigt, als gewonnen wird.

Fischkonsum Fakten und Tipps→

Petition an die Fischhändler in der Schweiz

Fordern Sie die Fischhändler in der Schweiz dazu auf, nur noch nachhaltig und von lokal ansässigen Fischern gefangene Fischereiprodukte zu importieren.