Silent Oceans

OceanCare bringt die Stille zurück ins Meer

2015

OceanCare ist Co-Autorin der Studie «Overview of the Noise Hotspots in the ACCOBAMS Area», die erstmals zeigt, an welchen Orten es im Mittelmeer  besonders laut ist.

Die Ölindustrie beugt sich dem massiven Protest und verzichtet auf seismische Explorationen um die Balearen. Der Ölkonzern Cairn Energy sieht von der Ölsuche im Golf von Valencia ab.

Die US Navy verzichtet auf Druck von NRDC und OceanCare für drei Jahre auf den Einsatz aktiver Sonarsysteme und Sprengstoffe bei Manövern um Hawaii und vor Kalifornien.

2014

Die Bonner Konvention folgt den Bedenken von OceanCare und ihren Partnern und gewährt dem lärmsensiblen Cuvier-Schnabelwal mit Listung in Anhang I höchsten Schutzstatus.

Über 200‘000 Personen protestieren gegen die geplante Ölsuche um die Balearen. Spaniens Regierung erteilt in diesem Gebiet vorläufig keine Genehmigungen an Ölkonzerne mehr.

Der EU-Umweltausschuss verabschiedet neue Rahmenrichtlinien im Umgang mit dem Meer, die auch eine Umweltverträglichkeitsprüfung vor seismischen Explorationen vorschreiben. OceanCare ist Teil der Arbeitsgruppe zur Umsetzung der neuen Richtlinien.

2013

18 internationale Partnerorganisationen schliessen sich der Kampagne Silent Oceans an.

Über 9‘000 Personen protestieren gegen seismische Erdölexplorationen, die ohne vorgängige Umweltverträglichkeitsprüfung vor der kroatischen Küste durchgeführt wurden.

Die ACCOBAMS-Vertragsstaaten nehmen eine Resolution an, die den Weg dazu ebnet, dass Umweltverträglichkeitsprüfungen vor seismischen Explorationen im Meer zur Pflicht werden.

2012

Die deutsche Ruderin Janice Jakait überquert unter dem Motto „Rudern für die Stille“ in 90 Tagen solo den Atlantik und unterstützt damit die Lärmkampagne von OceanCare.

2011

Der Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen verleiht OceanCare aufgrund der Arbeit im Bereich Unterwasserlärm den Status als Sonderberaterin für Meeresfragen.

Die UN-Arbeitsgruppe zum Schutz der Biodiversität der Hochsee erarbeitet ein Regelwerk für den Umgang mit internationalen Gewässern. OceanCare stellt sicher, dass der Lärm darin eingebunden ist.

Das UN-Abkommen zum Schutz wandernder Tierarten (CMS), auch Bonner Konvention genannt, fordert eine Lärmreduktion in Meeresschutzgebieten und will gefährdete Wal- und Delphinarten bis 2024 effektiv schützen.

OceanCare unterstützt die Internationale Normungsorganisation (ISO) bei der Entwicklung von Normen für leisere Schiffsmotoren.

2010

Die UN-Konvention für Biodiversität (CBD) fordert die Vertragsstaaten auf, Massnahmen zur Lösung des Lärmproblems zu erarbeiten.

In Irland informiert OceanCare Vertreter von Öl- und Gas-Förderfirmen, Schifffahrt und Marine über negative Auswirkungen des Unterwasserlärms.

Die ACCOBAMS-Mitgliedstaaten befürworten Pläne zur Lärmreduktion in drei besonders sensiblen Gebieten des Mittelmeers, die von OceanCare mit erarbeitet wurden.

2008

Die International Maritime Organisation (IMO) anerkennt die schädlichen Auswirkungen des Schiffslärms und startet ein Programm zur Definition von Richtlinien für leisere Schiffsmotoren.

2007

OceanCare und IONC hindern die US-Meeresbehörden und das US-Militär daran, vor den Küsten von Hawaii Hochleistungs-Sonare einzusetzen.

2006

OceanCare verfasst für den UN Ocean Atlas das Kapitel über Unterwasserlärm und dessen Konsequenzen für das Leben im Meer.

2005

Innerhalb nur eines Jahres klassifizieren die Vereinten Nationen Unterwasserlärm als eine der fünf grössten Gefahren für die Meeressäuger und eine der zehn grössten Gefahren für die Meere insgesamt.

2004

OceanCare bringt den Unterwasserlärm am Konsultativprozess des UN-Seerechtsabkommens ein und erreicht, dass die Vereinten Nationen diesen erstmals thematisieren.

OceanCare und IONC stoppen seismische Tests im Golf von Mexiko.

Spanien verbietet aufgrund der genannten EU-Resolution den Einsatz von Militärsonaren im Umkreis von 50 Seemeilen um die Kanarischen Inseln. Seither gab es in diesem Gebiet keine atypischen Strandungen von Meeressäugern mehr.

2003

OceanCare ist Mitbegründerin der International Ocean Noise Coalition (IONC), der sich weltweit 150 Organisationen anschliessen.

Eine Petition von OceanCare veranlasst die NATO, Militärtests zu optimieren, damit möglichst keine Meeressäuger in Mitleidenschaft gezogen werden.

OceanCare fordert ein Moratorium für Hochleistungs-Sonare innerhalb der EU. Das EU-Parlament nimmt im darauffolgenden Jahr eine entsprechende Resolution mit grosser Mehrheit an.

2002

OceanCare lanciert die Kampagne Silent Oceans gegen Unterwasserlärm.