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Rescue: Rettung durch Plastikmüll gefährdeter Tiere

Robbe & Plastikmüll

Rettung durch Plastikmüll gefährdeter Tiere

Gemeinsam mit den Organisationen British Divers for Marine Life Rescue (Grossbritannien), Oceans Research (Südafrika), Olive Ridley Project (Malediven) und dem Centre de Soins de la Faune Sauvage (Frankreich) unterstützt OceanCare die Rettung von Meerestieren. Zahlreichen Walen, Delphinen, Robben und Schildkröten konnte in den vergangenen Jahren das Leben gerettet werden. Viele davon wurden von Plastikmüll befreit. Immer wieder geht es auch darum, Wale und Delphine, die aus teils unbekannten Gründen stranden, wieder zurück ins Wasser zu bringen. Kann ein Tier nicht gerettet werden, muss die Todesursache untersucht werden, um Rückschlüsse auf Gefahrenquellen für dessen Artgenossen zu ziehen.

Aktuell konzentriert sich OceanCare auf den Aufbau und die Professionalisierung der Rettungseinsätze. Handbücher mit Anleitungen zum konkreten Vorgehen bei Tierrettungen werden erstellt und in laminierter Form für Feldeinsätze bereitgestellt. Die Teams vor Ort werden ausgerüstet mit mobilen, wasserdichten Medic Kits, die alles enthalten, was zur Rettung und Pflege der Tiere im Feld nötig ist.  Auch die Anschaffung von Medikamenten und Nahrungsmittel für die Tiere, welche bis zu ihrer Freilassung stationär gepflegt werden müssen, wird ermöglicht.

Wichtig ist auch der Wissenstransfer zwischen den Partnern des Rettungsnetzwerks. Einerseits unterstützt OceanCare Schulungen in den verschiedenen Ländern wie auch die Gründung eines Seal Alliance Netzwerks, das den Austausch und die Koordination von Wissen und Schutzmassnahmen zwischen den verschiedenen Robben-Rettungsgruppen in Europa erlaubt.

Video: Robben-Rettung in Grossbritannien (British Divers for Marine Life Rescue)

Geisternetze (Ghost Nets)

Über 640’000 Tonnen Fischernetze und -leinen werden jährlich unsachgemäss in den Ozeanen entsorgt. Diese herrenlosen, herumtreibenden Geisternetze gefährden Millionen von Meerestieren. Fische und Wirbellose verheddern sich, sterben und werden zu Ködern für grössere Meeresbewohner wie Haie, Delphine, Meeresschildkröten und Robben – die sich beim Fressen in den Netzen verfangen. Auch Wale, Walhaie und Meeresvögel kommen durch diese Netze und Fischerleinen um. Die Zahlen sind dabei verheerend.

OceanCare ist ein aktiver Teil der Global Ghost Gear Initiative. Diese weltumspannende Allianz besteht aus 120 Mitgliedern, darunter Non-Profit-Organisationen, Rettungsstationen, Regierungen, Forschungsinstitute und Privatunternehmen. Sie bergen die Geisternetze und retten Meerestiere aus den Netzen und versorgen ihre Wunden. Gemeinsam mit der Allianz arbeiten wir auf eine gesetzliche Regelung hin, dass Fischernetze künftig zwingend markiert und damit ihrem Besitzer zugeordnet werden können. Diese Regelung fördert die Sorgfalt und verhindert die Fahrlässigkeit im Umgang mit Fischernetzen.

Magazin Fokus August 2020, Geisternetze

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Wir, OceanCare (Vereinssitz: Schweiz), verarbeiten zum Betrieb dieser Website personenbezogene Daten nur im technisch unbedingt notwendigen Umfang. Alle Details dazu in unserer Datenschutzerklärung.
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