UN

UNO

Die Vereinten Nationen sind die international führende Instanz in weltpolitischen Fragen. 1945 gegründet, zählt die UNO heute 193 Mitgliedstaaten. Ihre Aufgaben und Tätigkeiten leiten sich aus den in der Gründungscharta festgelegten Zielen und Grundsätzen ab.

Die wichtigsten Gremien der UNO sind die Generalversammlung, der Sicherheitsrat, der Wirtschafts- und Sozialrat, der Treuhandrat, der Internationale Gerichtshof und das Sekretariat. Sie alle wurden mit Unterzeichnung der Charta am 26. Juni 1945 ins Leben gerufen.

ECOSOC

Im Jahr 2011 erhielt OceanCare den Sonderberater-Status im Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen ECOSOC (Economic and Social Council) zugesprochen. Dieser Status erlaubt es, mündliche und schriftliche Stellungnahmen in allen themenrelevanten UNO-Gremien abzugeben.

Als Sonderberaterin in Meeresfragen leistet OceanCare basierend auf Erkenntnissen aus Forschungs-, Schutz- und Bildungsprojekten wichtige Beiträge zur Erreichung des UN-Millenium-Entwicklungsziels 7.

Zentral ist für OceanCare dabei die nationale und internationale Verbesserung grundlegender Normen im Meeresschutz. OceanCare bringt fundierte Studien zu wichtigen Meeresthemen in internationale und regionale Gremien ein und arbeitet in wissenschaftlichen Ausschüssen an Lösungen für dringende Probleme.

UNCLOS / DOALOS

Die scheinbar unendlich weiten Weltmeere waren stets Teil des menschlichen Bewusstseins. Doch Ehrfurcht wich der Begehrlichkeit. Aus Traditionen entwickelte sich Gewohnheitsrecht und ein beliebiger Kanon an Gesetzen für Schiffe, Seeleute und Meeresanrainerstaaten. Die vielfältigen Bemühungen, die Nutzung der Meere in einer einzigen, für alle Staaten akzeptablen Konvention zu regeln, kulminierten 1982 im Seerechtsübereinkommen UNCLOS (UN Convention on the Law of the Sea). Seit dessen Inkrafttreten im Jahre 1994 wurde es fast weltweit anerkannt.

UNCLOS bietet erstmals einen rechtlichen Rahmen für die Bewirtschaftung und den Schutz mariner Ressourcen. Die Konvention ist ein seltenes Beispiel für einen tiefgreifenden Bewusstseinswandel, der auf friedlichem Weg durch Konsens der internationalen Gemeinschaft erreicht wurde. Sie gilt als wichtigste internationale Errungenschaft seit der Annahme der UNO-Charta im Jahr 1945.

Das Seerechtsabkommen ist das zentrale Instrument zur Stabilisierung und nachhaltigen Nutzung der Meere. Spezifische Aspekte der Konvention werden durch Institutionen reguliert, die durch das Seerechtsabkommen oder andere Teile der UNO eingerichtet wurden.

Das Seerechtsabkommen ist eine dynamische, sich kontinuierlich entwickelnde Konvention, die konsequent abgesichert und deren Umsetzung offensiv vorangetrieben werden muss. Diese Arbeit wird koordiniert von der Abteilung für Meeresangelegenheiten und Seerecht DOALOS (Division for Ocean Affairs and the Law of the Sea) des UN-Sekretariats. Als Hüterin des Abkommens ist die UNO international Anlaufstelle für Beobachtungen und Berichterstattung zu allen Angelegenheiten, die die Ozeane und das Seerecht betreffen.

OceanCare engagiert sich stark in den formellen Prozessen von DOALOS. Seit 2004 nehmen wir an den Konsultativtreffen zum Seerechtsabkommen (UN Open-ended Informal Consultative Process on Oceans and the Law of the Sea) teil und sensibilisieren die Mitgliedstaaten insbesondere für die Gefahr des Unterwasserlärms auch hinsichtlich der negativen Auswirkungen der Lärmverschmutzung auf Fischbestände und die Fischerei.