CITES – Washingtoner Artenschutzabkommen

Das Washingtoner Artenschutzabkommen CITES (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora) ist ein Übereinkommen zur Regulierung des internationalen Handels mit Wildtieren und Wildpflanzen mit dem Ziel, das Überleben der Arten zu sichern.

Die akute Gefährdung zahlreicher Spezies, darunter prominenter Vertreter wie Tiger und Elefant, machen die Notwendigkeit des Artenschutzabkommens deutlich. Jährlich werden im internationalen Handel mit hunderten Millionen Wildtieren und Wildpflanzen – lebend oder zu Produkten wie Nahrungsmittel, Medikamente, Accessoires oder Souvenirs verarbeitet – Milliardenbeträge umgesetzt.

Weil Tier- und Pflanzenarten bereits durch den Schwund von Lebensräumen enorm unter Druck sind, bedeutet diese zusätzliche Ausbeutung eine Gefahr, die ganze Arten stark beeinträchtigen oder an den Rand des Aussterbens bringen kann.

Der internationale Handel mit Wildtieren und Wildpflanzen kann nur im Rahmen einer internationalen Kooperation reguliert werden. Als das Abkommen in den 1960er Jahren erarbeitet wurde, stand die internationale Debatte zur Handelsregulierung noch am Anfang. Heute sind mehr als 35‘000 Tier- und Pflanzenarten durch CITES geschützt.

CITES ging aus einer Resolution hervor, die 1963 von der Weltnaturschutzorganisation IUCN (International Union for Conservation of Nature) verabschiedet wurde. Der Konventionstext wurde 1973 von 80 Staaten in Washington D.C. angenommen und trat 1975 in Kraft. CITES ist mit aktuell 182 Vertragsstaaten das grösste Umweltabkommen.

Im Rahmen des Species Survival Network engagiert sich OceanCare seit 1997 an den CITES-Vertragsstaatenkonferenzen für Beschränkungen und Verbote im Handel mit der Meeresfauna generell und Walen, Delphinen, Seekühen, Robben, Haien und Eisbären im Speziellen.