Vor einem Jahr, im Januar 2018, haben wir unsere Petition gegen Plastikverpackungen bei Bioprodukten lanciert. Wir waren und sind überwältigt von den Reaktionen darauf: Innert kürzester Zeit haben über 20‘000 Personen unterzeichnet. Auch bei Schweizer Medien ist die Petition auf reges Interesse gestossen und wir erhalten noch immer regelmässig Zuschriften aus allen Ecken der Schweiz mit Unterstützungsangeboten. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle, die die Petition unterschrieben und geteilt haben!

Was 2018 geschah

Nachdem die erste Runde unserer Marktstudie abgeschlossen war, haben wir die erhobenen Daten konsolidiert und zu einem vorläufigen Bericht verarbeitet. Damit, mit Ihren Petitionsunterschriften und mit einer breiten Palette an Lösungsvorschlägen haben wir mit den Verantwortlichen der acht grössten Detailhändler Kontakt aufgenommen und um einen Austausch gebeten. Vier davon (Coop, Migros, Lidl, Aldi) waren zu einem Gespräch bereit und haben uns zwischen Mai und August 2018 empfangen.

Die Diskussionen waren teils hitzig, teils sehr konstruktiv. Besonders mit der Nachhaltigkeits-Abteilung von Coop ist ein reger Austausch entstanden, im Zuge dessen wir eine Folgeanalyse umgesetzt haben. Coop war interessiert daran, zu erfahren, welche Gemüse- und Früchtesorten unsere Unterstützenden als besonders störend empfinden, wenn sie in Plastik angeboten werden. Knapp 800 Personen gaben Auskunft und ermöglichten es uns, Coop ein detailliertes Bild über die Aussenwahrnehmung ihres Bioprodukte-Sortiments zu vermitteln. Besonders die Plastikverpackung bei Gurke, Broccoli, Tomaten, Peperoni, Blumenkohl und Karotten stossen bei den Befragten auf Unverständnis.

Coop gab zwei Monate nach unserem ersten Gespräch bekannt, per Herbst 2018 die Plastikverpackungen an Bioprodukten zu reduzieren.

Aldi kündigte vor wenigen Wochen an, Eigenmarken mit 25% weniger und zudem aus recyclingfähigem Material zu verpacken. Erste Laserbranding-Tests sollen 2019 in der Schweiz durchgeführt werden.

Wie weiter?

Unsere Arbeit ist damit nicht getan – denn die Detaillisten haben bisher nur teilweise oder gar keine konkreten Massnahmen ergriffen, um die unnötigen Plastikverpackungen aus ihren Filialen zu verbannen. Deshalb werden wir im Februar 2019 unsere Marktanalyse wiederholen: Einerseits, um versprochene Massnahmen zu überprüfen und andererseits, um Entwicklungstrends erkennen zu können. Die Verantwortlichen erhalten daraufhin einen offenen Brief mit unserer Einschätzung und klaren Forderungen. Ihre Unterschriften helfen uns dabei, den Druck auf die Detailhändler zu erhöhen, denn nur wenn unsere Forderung nach weniger Plastik an Biogemüse und –früchten von einer breiten Öffentlichkeit getragen wird, lassen sich die Verantwortlichen zum Handeln bewegen.

30 Tage für Ihre Unterstützung

Helfen Sie uns dabei, noch einmal so viele Menschen wie möglich mit unserer Forderung zu erreichen und teilen Sie unsere Petition in Ihrem Umfeld. Per 28. Februar 2019 schliessen wir die Petition und reichen Ihre Unterschriften bei den führenden Detaillisten der Schweiz ein.