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Wissenschaftliche Mitarbeitende & Consultants

Dr. Giovanni Bearzi

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Pew Marine Conservation Fellow, Doktor in Zoologie von der Universität Basel.

Giovanni Bearzi widmet sich seit 1986 der Delphinforschung, vor allem in der Adria und im Ionischen Meer. In Kroatien hat er ein Forschungs- und Schutzprojekt für Delphine gegründet und während zehn Jahren geleitet, das mit dem „Henry Ford European Conservation Award“ als bestes europäisches Projekt prämiert wurde.

Vorstandsmitglied (1990-2010) und Präsident (2000-2010) des Tethys Research Institute. Lehrbeauftragter für den Schutz von Meeressäugern (2002-2006) an der wissenschaftlichen Fakultät der Universität Venedig. Gründer und wissenschaftlicher Direktor der Organisation Dolphin Biology and Conservation (seit 2011). Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Marine Mammal Behavioral Ecology Group der Texas A&M University (2011-2012). Fakultätsmitglied und wissenschaftlicher Mitarbeiter der Texas A&M University (seit 2013). Zurzeit wissenschaftlicher Mitarbeiter von OceanCare.

Giovanni Bearzi hat selbst sowie auch in Kollaboration über 150 wissenschaftliche Beiträge verfasst, von welchen über 40 begutachtet („peer-reviewed“) sind, und hat weitgreifende Arbeit zur Unterstützung des Meeresschutzes geleistet.

Silvia Bonizzoni

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Silvia Bonizzoni besitzt einen Abschluss in Umweltwissenschaften der Universität Venedig. Ihre Diplomarbeit hat sie der Sozialstruktur von Grossen Tümmlern gewidmet.

Sie engagiert sich seit 2000 in der Delphinforschung und arbeitet seit 2006 als leitende Feldforscherin in diversen Projekten von Dolphin Biology and Conservation, OceanCare und Tethys Research Institute in Griechenland (Golf von Korinth, Nördlicher und Südlicher Golf von Evoikos, Golf von Argolikos, Inneres Archipel des Ionischen Meeres) und Italien (Sardinien und Apulien).

Silvia Bonizzoni hat an ozeanographischen Schifffahrten in der Adria teilgenommen (mit ISMAR). Sie trug zu Meeressäugerstudien vor Los Angeles bei (mit Ocean Conservation Society) und führte ein Pilotprojekt durch, in welchem sie mittels Foto-Identifikation von Land aus Grosse Tümmler im Galveston Ship Channel in Texas (mit der Marine Mammal Behavioral Ecology Group, Texas A&M University) erforschte. Ihre wichtigsten Untersuchungsinstrumente sind GLM/GAM Lebensraum-Überwachung und individuelle Foto-Identifikation.

Silvia Bonizzoni ist zurzeit wissenschaftliche Mitarbeiterin von OceanCare und Dolphin Biology and Conservation sowie Doktorandin an der Texas A&M University (unter Leitung von Prof. Bernd Würsig).

Dr. Silvia Frey

Meeresschutzbiologin

Silvia Frey studierte an der ETH Zürich Umweltnaturwissenschaften und doktorierte an der Philosophisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Basel im Bereich Neurobiologie. Dass sie im Tier-, Arten- und Umweltschutz arbeiten wollte, war für die Naturliebhaberin seit frühester Jugend klar, dass sie ihre Leidenschaft leben kann, hält sie für ein Privileg.

Silvia Frey war zwischen 1997-2019 wissenschaftliche Mitarbeiterin bei OceanCare. Sie leitete den Bereich Wissenschaft und Bildung und ein Wal- und Delphinforschungsprojekt. Sie hat sich in den Bereichen verantwortungsvoller Meerestourismus und Umweltbildung spezialisiert, verschiedene thematische Berichte verfasst, zahlreiche Workshops gehalten und diverse Bildungstools entwickelt.

Forschung und angewandte Wissenschaft zu verbinden, ist Silvia Frey wichtig. Als Meeresschutzbiologin schafft sie mit wissenschaftlichen Erkenntnissen eine solide Grundlage für einen besseren Schutz der Meerestiere und ihrer Habitate.

Silvia Frey ist wissenschaftliche Konsulentin bei OceanCare und Gründerin von sowie Meeresschutzbiologin bei KYMA sea conservation & research.

Joanna Toole

Dr. Claire Petros, BA, BVSc, MRCVS

Marine Turtle Rescue Expert und Veterinary

Schon immer von der Natur begeistert, wusste Claire bereits in ihrer frühen Jugend, dass sie einmal mit Tieren arbeiten will. Nach einem Bachelor in Biologie an der Universität Oxford absolvierte sie das Studium der Veterinärmedizin an der Universität Bristol, wo sie die Auszeichnung der Bristol Zoological Society für Tiermedizin erhielt.

In ihrer Zeit in Oxford spezialisierte sich Claire auf Meeresökologie und erforschte für ihre Abschlussarbeit die Korallenbleiche im indonesischen Wakatobi-Nationalpark. Dabei entwickelte sich auch ihre Liebe zum Tauchen, die sie weiter motivierte, sich für den Schutz der Meereslebewesen einzusetzen.

Von Bristol aus verbrachte Claire ihr Abschlussjahr an der North Carolina State University, wo sie sich dem Meeresschildkröten-Rettungsteam anschloss. Während dieser Zeit erlebte sie unter anderem, wie eine Unechte Karettschildkröte am Grauen Star operiert wurde. Dies war eine unschätzbare Erfahrung, die ihre Faszination für Meeresschildkröten-Medizin verstärkte. Nach Abschluss ihres Studiums arbeitete Claire zunächst auf Grenada als Forschungsassistentin im Wider Caribbean Sea Turtle Conservation Network. Hier formte sich ihr Ziel, ihre Tätigkeiten als „Schildkrötenärztin“ und Meeresschützerin zu verbinden.

Im November 2016 verstärkte Claire das Olive Ridley Project und übersiedelte auf die Malediven, um dort ein Marine Turtle Rescue Centre aufzubauen und sich insbesondere um Meeresschildköten zu kümmern, die in Geisternetze oder Fischfangleinen geraten waren. Claire schwamm jeden Tag im Meer oder paddelte auf ihrem Board hinaus. Dabei begegnete sie oft Schildkröten, Haien und Rochen, und manchmal sogar Delphingruppen. Nach einer Zeit als Kleintierärztin in London kann sie sich nun Vollzeit dem Schutz der Meeresschildkröten im Olive Ridley Project widmen. Sie besucht auch Rettungsstationen für Meeresschildkröten in anderen Erdteilen, um sich über die besten Behandlungs- und Rehabilitationsmethoden auf dem Laufenden zu halten, und mit Unterstützung von OceanCare wird sie 2019 eine Dissertation zu diesem Thema beginnen.

Ricardo Sagarminaga van Buiten

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Als Skipper und Koordinator von Meeresschutzprogrammen verbindet Ricardo Sagarminaga van Buiten seit 1984 seine Leidenschaft fürs Segeln und den Bau grosser Schiffe mit seinem langjährigen Engagement für den Schutz der marinen Biodiversität. Seine Arbeit konzentriert sich auf die Entwicklung von Beobachtungssystemen für marine Spitzenprädatoren, das Gestalten und Leiten von Programmen für Meeresschutzgebiete sowie auf den Schutz gefährdeter Arten und nachhaltige Fischerei weltweit.

Er ist spezialisiert auf das Koordinieren von internationalen quantitativen Forschungs- und Schutzprogrammen sowie auf die Entwicklung von innovativen Technologien zur Reduktion von Risiken für Meeresbewohner im Zusammenhang mit den Industriezweigen Fischerei, Verteidigung, Energie, Transport und Tourismus.

Ricardo Sagarminaga van Buiten hat mit internationalen Umweltschutzorganisationen, Behörden und Hochschulen zusammengearbeitet und ist Mitglied diverser wissenschaftlicher Gremien. Auf der Basis seiner Erfahrungen hat er seinen eigenen interdisziplinären Ansatz entwickelt, um praktische Lösungen zum Schutz der Artenvielfalt zu finden. Er setzt auf den erfolgsversprechenden Ansatz, mithilfe aktiver Bildung, wissenschaftlicher Bürgerbeteiligung und ehrenamtlicher Arbeit die Öffentlichkeit in Schutzstrategien miteinzubeziehen.

Er gründete und leitete die Spanish Cetacean Society. Danach war er Mitinitiant des ALNITAK Marine Research and Education Center (www.alnitak.info), das neue Kanäle im Umweltschutz generiert und eine neue Tradition der Zusammenarbeit zwischen internationalen Schlüsseleinrichtungen ins Leben ruft. Der Erfolg der Programme, die Ricardo Sagarminaga van Buiten leitet, beruht primär auf seinem Ansatz, alle Akteure auf der Suche nach Win-Win-Lösungen aktiv miteinzubeziehen. Mit dieser Philosophie hat er auch die KAI Marine Services (www.kaiexpeditions.com) mitbegründet, um politische Entscheidungsträger vollumfänglich auf technischer sowie wissenschaftlicher Ebene zu beraten, um damit wirtschaftliches Wachstum und Biodiversität kompatibel zu machen.

2014 wurde Ricardo Sagarminaga van Buiten zum „ASHOKA Social Entrepreneur Fellow“ für seine Arbeit im Mittelmeer, in Afrika und Lateinamerika gewählt.

Ana Tejedor

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Ana Tejedor ist Mitgründerin und Partnerin von KAI Marine Services. Sie hat sich im Bereich Meeresregulation und internationale Verhandlungen spezialisiert, betrachtet die Welt aber auch als Seglerin und marine Expeditionsleiterin aus der Perspektive jener, die draussen auf See sind.

Als angesehene Beraterin des spanischen Ministeriums für Landwirtschaft, Nahrung und Umwelt hat sie seit 2005 die Überwachung und Umsetzung der wichtigsten multilateralen Umweltabkommen zum Schutz der Meere in Spanien unterstützt. Sie entwickelt öffentliche Strategien zum Schutz der marinen Biodiversität und vertritt die spanische Delegation in wichtigen Foren zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung der Meere (Meeresarbeitsgruppen der UNO-Generalversammlung, Biodiversitäts-Konvention, OSPAR Konvention, Barcelona Konvention, Bonner Konvention, Umweltschutzkomitee der International Marine Organization, Arbeitsgruppen der Europäischen Kommission).

Ana Tejedor fühlt sich aber nicht nur in der Arena internationaler Verhandlungen wohl und speist deren Resultate auf nationaler Ebene ein. 2009 gründete sie KAI Marine mit, einen „think-tank“ internationaler und interdisziplinärer Experten mit dem sie bei Projekten in Europa, Afrika und Amerika, in einer Vielfalt natürlicher Umgebungen und oft zu extremen Lebenskonditionen an Land wie auf See, zusammengearbeitet hat.

2012 gewann Ana Tejedor den „European Entrepreneur Environmental Award“ für die Entwicklung der Kai Marine Expedition Initiative und dessen Marine Science Programme.

Bruno Claro

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Bruno Claro hat einen Masterabschluss in Meeresbiologie mit Schwerpunkt Meeresökologie und Meeresschutz und einen post-graduate Abschluss in Advanced Geographic Information Systems an der Universität Algarve.

Als Meeresökologe und im Bemühen, seine Fertigkeiten zu erweitern, hat er in den letzten 10 Jahren an zahlreichen Projekten teilgenommen. Er erforschte den ökosystemaren Stoffwechsel von Seegraswiesen im Süden Portugals und die räumliche Ökologie der Kelpwälder der Iberischen Halbinsel, er war Miterfinder einer neuen Technik für Unterwasservideos, welche die Erfassung von Fischgemeinschaften verbessert, er entwickelte ein sozio-ökonomisches Profil für Delfinbeobachtungstouristen in Portugal und nahm an mehreren Wal- und Delphinforschungsfahrten vor Portugal und im Mittelmeer teil.

Brunos Zusammenarbeit mit OceanCare konzentriert sich insbesondere auf die Analyse der wichtigsten natürlichen und anthropogenen Einflussfaktoren für die räumliche Verteilung der Wale und Delphine im Mittelmeer.

 

Mariel Murazzi

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Maria Elvira (Mariel) Murazzi hat einen Masterabschluss in Meeresbiologie und einen Bachelorabschluss in Umweltwissenschaften der Universität Pisa. Ihr thematischer Schwerpunkt ist das nachhaltige Management natürlicher Ressourcen. Sie wirkte für NAFO an der Sammlung und Analyse technischer Daten über die Fischerei im Nordwestatlantik (Kanada) mit und arbeitete für den EU-Rat in Brüssel über internationale rechtliche Regelungen zur Fischerei. Sie kooperierte in verschiedenen Ländern (Italien, Kapverden) mit Non-Profit-Organisationen, die sich für den Schutz von Meeressäugern und -schildkröten einsetzen.

Zu ihren Arbeitsfeldern zählten auch Strandpatrouillen, Probennahmen, Beobachtungsfahrten auf See, Aufklärungsarbeit über Plastikverschmutzung durch soziale Netzwerke, Teilnahmen an verschiedenen Veranstaltungen und Bildungsevents für Grund- und Sekundarschulen über Wale und Delphine sowie über Fragen des Klimawandels.

Der Schwerpunkt von Mariels Zusammenarbeit mit OceanCare liegt auf der Analyse von Fischereiaktivitäten im Mittelmeer auf der Basis von Literaturrecherchen und interviewbasierten Methoden.