Vor drei Tagen ist Yoav aus Israel zu uns gestossen, der durch den Film „Die Bucht“ („The Cove“) auf die bizarren Geschehnisse in Taiji aufmerksam geworden ist. Er wollte sich ganz einfach ein Bild mit eigenen Augen machen. Und er hat glückliche drei Tage erlebt, denn auch gestern mussten die Jäger aufgeben. Für mich sind es die besten Tage, wenn die Jäger Delfine finden, diese aber ihren Verfolgern schliesslich entkommen. Genau so wie heute.

Dann ist meine Freude dreifach. Erstens weil ich weiss, dass die Delfine frei bleiben und sich wohl kaum nochmals in diese Region wagen. Zweitens weil ich weiss, dass da draussen noch Delfine sind. Wenn die Delfinjäger nicht einmal Beute erspähen, stimmt mich das immer auch nachdenklich, weil das eben auch bedeutet, dass da draussen keine mehr sind. Und was mich drittens freut, ist der Umstand, dass entkommene Delfine ihre Artgenossen warnen können.

Noch eine weitere kleine Geschichte berührt mich: Nach Yoav aus Israel ist gestern auch Sasha bei uns eingetroffen, ein Iraner, der in Deutschland lebt. So hat es sich gestern und heute ergeben, dass ein Israeli und ein Iraner ganz selbstverständlich Seite an Seite hier an der Bucht von Taiji gestanden haben, um sich für das Überleben und Wohlergehen der Delfine einzusetzen. Für mich sind das bedeutende Lichtblicke, über die man keine weiteren Worte verlieren muss…

Hans Peter