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Gestern habe ich mich auf den Weg nach Slowenien gemacht, um an der 65. Konferenz der Internationalen Walfangkommission (IWC) teilzunehmen. Die Reise ist erschwert worden durch einen Pilotenstreik der Lufthansa. So bin ich erst nach 21 Uhr in Portoroz angekommen anstatt um den Mittag herum.

Schön ist, dass ich in München Sandra Altherr von Pro Wildlife getroffen habe. Mit Ihr und Pro Wildlife verbindet mich eine schöne und langjährige Freundschaft und wir haben schon viele gemeinsame Berichte für die IWC http://iwc.int herausgegeben und Initiativen für den Walschutz durchgeführt.

Auf dem Flug von München nach Triest war dann auch die Isländische Delegation mit an Bord: darunter Kristjan Loftsson, Isländischer Geschäftsmann und alleiniger Finnwaljäger. Von Triest aus gings mit dem Taxi nach Portoroz, eine andere Möglichkeit gabs nicht. Wer um Himmels Willen wählt Konferenzorte aus, die so schwer zu erreichen sind? Der Taxifahrer bretterte mit 160 km/h über die Autobahn und wir waren froh, als wir heil am Ziel angekommen waren. Unser Zimmer hat Ausblick auf einen kleinen Hafen – eigentlich recht idyllisch, wäre der Ort nicht extrem touristisch.

Nach der Registrierung begannen um 9 Uhr die Arbeitsgruppen-Meetings zum Thema Waltötungsmethoden, gefolgt von Tierschutzaspekten beim Walfang und Infractions, d.h. illegale Walfangaktivitäten. Über die Verhandlung darf erst nach Start des Plenums berichtet werden.

Sigrid Lüber, Präsidentin OceanCare