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OLYMPUS DIGITAL CAMERAOceanCare nimmt diese Woche vom 22. – 26.4.2013  mit Sigrid Lüber am vierten Arbeitsgruppen Meeting des UN Regular Process of the Whole in New York teil. Der Regular Process wurde von der UNO Generalversammlung mit der ersten globalen und ganzheitlichen Beurteilung des Zustandes der Meere beauftragt. Anhand dieser globalen Beurteilung soll dereinst die Lücke zwischen Wissenschaft und Gesetzgebung geschlossen werden. In die globale Beurteilung einfliessen sollen ökologische, ökonomische und soziale Aspekte. OceanCare setzt sich dafür ein, dass neben anderen Einflüssen menschlicher Aktivtäten auch die Unterwasserlärmverschmutzung in der Beurteilung berücksichtigt wird.

Unterwasserlärm überlagert die Kommunikation von Walen, Delphinen und anderen Meerestieren und kann die Tiere stören, verletzen oder gar töten. Immer wieder stranden Wale und Delphine aufgrund von lärmintensiven Aktivitäten im Meer, beispielsweise durch Militärsonar, Seismische Tests oder Motorenlärm des Schiffverkehrs. Unterwasserlärm ist grenzüberschreitend und macht auch vor Schutzgebieten nicht halt.

Neben der Forderung für Schutzgebiete, setzt sich OceanCare daher auch für Pufferzonen um Schutzgebiete ein und fordert auch Spezialregelungen für Gebiete die für die marine Artenvielfalt wichtig sind – beispielsweise auf Migrationsrouten. Daneben setzt sich OceanCare für Obergrenzen lärmintensiver Aktivitäten ein und arbeitet auf eine Bewilligungspflicht für kritische Aktivitäten hin. Lärmverursacher müssen in die Pflicht genommen werden und durch unabhängige Umweltverträglichkeitsgutachten beweisen, dass ihre Aktivitäten dem Lebensraum Meer nicht schaden. Bei Unsicherheiten soll das Vorsichtsprinzip angewendet und auf die Aktivität verzichtet werden. Bereits heute Vormittag konnte das Statement von OceanCare und der Internationalen Ocean Noise Coalition (IONC) im Plenum vorgetragen und auf die Spezialbroschüre „Drowning in Sound“ hingewiesen werden.