<

Ob die Delphine und Kleinwale ins IWC Abkommen gehören ist ein ständiger Streitpunkt. Auch wenn die Ansichten der Walfang- und Walschutzländer in diesem Punkt diametral auseinander klaffen, macht der Wissenschaftsausschuss der IWC hierzu sehr wichtige Arbeit, die auch teilweise von NGO’s – darunter auch OceanCare – finanziell unterstützt wird. Die Vorsitzende des Wissenschaftsausschuss stellte die Arbeit des letzten Jahres vor, die zum Vaquita gemacht wurde. Diese kleinen Schweinswale leben im Golf von Kalifornien und sind akut vom Aussterben bedroht mit einem Bestand von weniger als 200 Tieren und einer Tendenz weiter zu schrumpfen. Vom Aussterben bedroht ist auch der Maui-Delphin vor Neuseeland, von dem es nur noch 55 Tiere gibt, die älter als ein Jahr sind. Um diese Tiere zu retten braucht es eine drastische Reduktion des Beifangs durch die Fischerei und die Schaffung von grösseren Schutzzonen. Um die Dringlichkeit dieser Empfehlungen des Wissenschaftsausschuss zu unterstreichen, machte der österreichische Wissenschafler Dr. Michael Stachowitz darauf aufmerksam, dass die Wissenschaftler die stärkst mögliche Wortwahl gebraucht haben um, an die verantwortlichen Regierungen zu appellieren, umgehend alle möglichen Massnahmen zu ergreifen, damit sich das Drama des Aussterben des Baiji in China nicht andernorts wiederholt.

Die Schweiz unterstützt den Standpunkt, dass die IWC sich um alle Wale kümmern soll und hat bereits 1998 in einem juristischen Gutachten dargelegt, dass das IWC Abkommen dies so vorsieht, auch wenn die Kleinwale nicht explizit darin erwähnt sind. OceanCare begrüsst diese Haltung der Schweiz und hat den Kleinwalfond schon verschiedentlich unterstützt unter anderem zu Belugas, Narwalen, Dalls Hafenschweinswalen, Vaquitas und wird dies auch weiterhin tun.