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Am Dienstag, 20. Oktober, ist in Neuseeland eine 27-jährige Touristin  im Rahmen eines “Schwimmen-mit-Delphinen”-Programms gestorben.  Offenbar ist die junge Frau ertrunken, doch die neuseeländischen  Behörden klären nun ab, was genau zum Tod geführt hat. Schwimmen mit Delphinen ist nicht ungefährlich. Immer wieder passieren  dabei Unfälle, wenngleich sie auch selten so tragisch sind. Delphine  sind ein Publikumsmagnet und viele vergessen bei deren Anblick sowohl,  dass sie wilde Tiere sind als auch die Tatsache, dass ihr Element  nicht das unsrige ist und somit auch gefährlich sein kann.

Das Schwimmen mit wilden Delphinen ist zwar weniger schädlich als das  Schwimmen mit Delphinen in Gefangenschaft, da letztere durch die  unnatürliche und begrenzte Umgebung selbst bereits unter Stress  stehen, doch sind auch Schwimmprogramme in der freien Natur nicht  empfehlenswert.

Organisierte Schwimmprogramme mit wilden Delphinen finden i.d.R. stets  in den gleichen Habitaten statt. Dies kann die örtlichen  Delphinpopulationen erheblich stören. Dies insbesondere, wenn den  Tieren ständig nachgefahren wird und sie quasi vor den Schiffen  flüchten müssen. Zudem kann das Schwimmen in den “Ruhegebieten” der  Delphine dazu führen, dass sie ihre Erholungsphase verzichten müssen,  was langfristig negative Einflüsse auf ihr Überleben haben kann oder
wie bereit durch Studien belegt, gewisse Habitate ganz aufgeben.