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Im Dezember 2011 veröffentlichte die griechische Regierung im Official Journal of the European Union eine Ausschreibung für Firmen, die Interesse an der Erschliessung von Bodenschätzen im hellenischen Graben haben. Im Klartext: die Suche nach Öl- und Gasvorkommen in ökologisch extrem sensiblen Gewässern soll vorangetrieben werden.

OceanCare und zahlreiche andere Experten-Organisationen sind besorgt über diese Entwicklungen, die eine grosse Bedrohung für Populationen stark gefährdeter Walarten darstellen. So z.B. die etwa nur 200 Tiere umfassende Gruppe von Pottwalen, eine der wichtigsten für das Überleben der Art im Mittelmeer, sowie auch Gruppen Gewöhnlicher Delphine und tieftauchender Cuvier-Schnabelwale. Bei der Suche nach Bodenschätzen werden im maritimen Bereich bei sogenannten seismischen Aktivitäten intensive Schallwellen erzeugt, die für die akustischen Meeressäuger zu verheerenden Folgen führen können.

In den vergangenen Jahren war es bei militärischen Aktivitäten, die ebenfalls intensive Schallwellen einsetzen, mehrfach zu atypischen Walstrandungen gekommen.

Wissenschaftler und Umweltschützer fordern vorbeugende Massnahmen, die eine Gefährdung der stark gefährdeten Walarten ausschließen, wie z.B. umfassende Umweltverträglichkeitsprüfungen und die Erfüllung der Richtlinien für die Reduktion von Unterwasserlärm, die der Wissenschaftsausschuss des zuständigen Walschutzabkommens ACCOBAMS entwickelt hat.