Wädenswil/Schweiz, 8. Juni 2017. Das Thema des diesjährigen World Oceans Day lautet ‚Our Oceans, Our Future’. Die Meere spielen eine zentrale Rolle für das Leben von uns allen. Sie versorgen uns mit Sauerstoff und Nahrung, und sie regulieren das Weltklima. Ozeane bedecken mehr als zwei Drittel des Planeten und beherbergen Millionen Tier- und Pflanzenarten. Doch wie lange noch? Im 21. Jahrhundert sind die Lebensräume unter Wasser bedrohter denn je.

‚Our Oceans, Our Future’ ist ein weltweiter Appell an alle Menschen, mit konkreten Handlungen die Meere zu retten. Das ist Ihre Gelegenheit, liebe Leserin, lieber Leser, einen Vorsatz für einen Beitrag zum Schutz der Ozeane und derer Bewohner zu fassen. Lassen Sie sich von den Ideen von OceanCare inspirieren oder seien Sie selber kreativ. Wie wird Ihr Beitrag aussehen?

Zum diesjährigen Tag der Meere hat sich OceanCare dazu verpflichtet, über die nächsten drei Jahre ganz konkrete Ziele zu realisieren zu Themen wie Unterwasserlärm, Plastikverschmutzung, Wilderei auf marine Arten und Walfang. Es sind unsere Beiträge zur Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen.

Kernstück der Agenda 2030 sind 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs), die als Leitlinien für nationale Entwicklungspläne über die nächsten 13 Jahre konzipiert sind. Gerade jetzt nimmt eine OceanCare-Delegation am Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York an ‚The Ocean Conference: Our Oceans, Our Future’ teil. Diese Konferenz widmet sich der Umsetzung von SDG 14: Ozeane, Meere und Meeresressourcen sind im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung zu erhalten und nachhaltig zu nutzen.

OceanCare freut sich, zur Umsetzung der SDGs beitragen zu können. Wie über 1000 andere Interessensvertreter – Regierungen, zwischenstaatliche Organisationen, NGOs, akademische Institutionen, Privatunternehmen und andere Stakeholder – haben wir unsere Vorhaben auf die Konferenz-Website der UNO hochgeladen.

Freiwillige Verpflichtungen von OceanCare:

  1. OceanCare verpflichtet sich, zur Erreichung des SDG 14 aktiv beizutragen. Wie? Wir arbeiten mit an nationalen und zwischenstaatlichen Prozessen und bringen Informationen und Empfehlungen ein, die zur Erfüllung der internationalen Verpflichtungen zum SDG 14 beitragen. #OceanAction16022
  1. Als anerkannte Expertin in Fragen des Unterwasserlärms tut OceanCare alles dafür, dass Unterwasserlärm als schädliche Form der Meeresverschmutzung anerkannt und adressiert wird und die reduziert werden muss. Wie? In den kommenden Jahren steigern wir unsere Bemühungen erneut, um die negativen Auswirkungen von Unterwasserlärm auf Fische und auf die Nachhaltigkeit der Fischerei hervorzuheben. #OceanAction16030
  1. OceanCare forciert ihre Anstrengungen, den Plastikmüll in den Meeren und dessen Auswirkungen auf Tiere und Lebensräume zu vermindern. Wie? Wir intensivieren an Konsumenten gerichtete Kampagnen und Aufklärungsinitiativen, die eine geringere Verwendung von Plastik und recyclingorientierte Lösungen fördern. Und wir wenden uns an den Privatsektor, um ausgesuchte Unternehmen dazu zu bewegen, die Verwendung von Plastik in ihrem Betrieb zu verringern oder zu beenden. Ausserdem unterstützen wir weiterhin Datensammlungen, um Wissenslücken zu füllen und das Thema besser bearbeitbar zu machen. #OceanAction16050
  1. OceanCare arbeitet mit anderen relevanten Organisationen, Agenturen und Regierungen zusammen, um das Verständnis zum Thema Wilderei zu verbessern und lokal anwendbare Lösungen voranzutreiben. Wie? Am Beispiel Westafrika sammelt OceanCare Informationen zu den Ursachen, die Menschen dazu nötigen, Meerestiere wie Delphine, Seekühe, Reptilien, Amphibien und Vögel zu töten und zu konsumieren. Themen wie z.B. die industrielle Fernfischerei, die den Zugang von Küstengemeinden zu den Naturressourcen einschränken, werden in den kommenden Jahren ein grosser Schwerpunkt dieser Arbeit sein. #OceanAction16046
  1. Als langjährige Beobachterin bei der Internationalen Walfangkommission (IWC) und Partnerin der Bonner Konvention (CMS) bemüht sich OceanCare weiterhin besonders um den Schutz von Walen und Delphinen. Wie? Wir bringen unser fundiertes Wissen über diese Tiere, deren wertvolle Beiträge zum marinen Ökosystem und über die Bedrohungen, denen sie ausgesetzt sind, in die betreffenden SDG-Diskussionen ein. Damit liefern wir Entscheidungsträgern die nötigen Informationen, um fundierte Diskussionen zu führen und die Chance zu ergreifen, die die SDGs bieten, um das Thema Walfang aus einer ganzheitlicheren Sicht zu behandeln. #OceanAction16054

Was können Sie tun?

Machen Sie bei #SaveOurOceans mit. Warum nicht den Tag des Meeres dadurch zelebrieren, dass Sie eigene Vorhaben fassen und diese zehn einfachen Aktionen umsetzen:

  1. Sagen Sie Nein zu Einwegplastik. Plastiksäcke, Plastikstrohhalme und andere unnötige Einweggegenstände aus Plastik sind nur kurz in Gebrauch und enden weltweit zu oft im Meer. Wählen Sie stattdessen wiederverwendbare Alternativprodukte.
  1. Meiden Sie Kosmetikprodukte mit Mikrokügelchen aus Plastik, wie sie oft in Duschgels, Gesichtscremen und Peelings vorkommen. Diese winzigen Plastikkügelchen gelangen über die Flüsse ins Meer und sind dort ein grosses Problem, für das es noch keine Lösung gibt.
  1. Nehmen Sie nach Strandbesuchen Ihren Müll stets mit nach Hause. Und wenn Sie Abfall finden, den andere Menschen dort hinterlassen haben, nehmen Sie diesen mit oder (wenn die Menge zu gross ist) informieren Sie die zuständigen Behörden.
  1. Konsumieren Sie im Urlaub kein Walfleisch, kaufen Sie keine aus Walprodukten hergestellte Souvenirs und meiden Sie Restaurants, die Walfleisch anbieten.
  1. Konsumieren Sie Fisch bewusst. Mit fortschreitendem Rückgang der Fischbestände müssen wir als Konsumenten beim Kauf von Fischen äusserst achtsam sein. Achten Sie – wenn Sie partout nicht auf Fisch verzichten wollen – auf Zertifizierungen, kaufen Sie weder Krill noch Fischöl und fragen Sie in Supermärkten nach Informationen über die Zuliefererkette.
  1. Besuchen Sie keine Delphinarien. Delphine gehören in die Freiheit. Viele Tiere, die Sie in Gefangenschaft sehen können, lebten einst mit ihrer Familie im Meer. Sie wurden brutal gefangen und in Containern um die halbe Welt transportiert. Jene Tiere, die diese Prozedur überleben, fristen in Betonbecken oder abgetrennten Meeresbuchten ein trauriges Dasein unter Bedingungen, die mitnichten artgerecht sind.
  1. Wenn Sie Meerestiere in freier Wildbahn beobachten wollen, wählen Sie verantwortungs- und respektvolle Anbieter von Walbeobachtungstouren.
  1. Wählen Sie Politiker, die sich für Umwelt- und Tierschutz aussprechen.
  1. Unterstützen Sie Organisationen, die für den Arten- und Umweltschutz arbeiten.
  1. Wählen Sie Ihre Wassersportaktivitäten mit Bedacht. Jetskis zum Beispiel verursachen viel Lärm und sind ein grosser Stressfaktor für Meerestiere.

Schliessen Sie sich mit Freunden, Familie und Arbeitskollegen zusammen und verleihen Sie Ihren Vorhaben noch mehr Schwung! Fassen Sie gemeinschaftliche Aktivitäten ins Auge, wie Strandsäuberungsaktionen, eine Recycling-Initiative an Ihrer Arbeitsstätte, Briefe an lokale Unternehmen mit der Bitte, weniger Plastik zu verwenden, organisieren Sie Präsentationen oder andere bewusstseinsbildende Veranstaltungen, oder führen Sie Gespräche mit Freunden und Familienagehörigen über Fragen des Meeresschutzes.

OceanCare ist gespannt zu erfahren, was Sie vorhaben. Teilen Sie uns ihre Aktivität mit unter dem  Hashtag #SaveOurOceans (Twitter: @OceanCare, Facebook: @OceanCare.org) und registrieren Sie Ihre Commitments gegen Plastikmüll direkt unter www.cleanseas.org/take-action.