Die Kommissionen für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK) des Stände- und Nationalrates geben der „Petition für ein Importverbot von Tiertrophäen“ keine Folge. Die Petition fordert, dass die Einfuhr und der Transit von Tiertrophäen geschützter oder stark bedrohter Arten verboten werden. Knapp 12’500 Menschen unterstützen die Forderung von OceanCare, der Stiftung für das Tier im Recht und Animal Trust.

Nachdem die WBK des Ständerates die Petition bereits am 14. Juni 2018 ohne Gegenstimme abgelehnt hatte, folgte am 22. März 2019 der ebenfalls negative Entscheid der WBK des Nationalrates: Mit 12 zu 7 Stimmen bei 1 Enthaltung stimmten die Mitglieder gegen das Importverbot. Eine Minderheit beantragte jedoch, die Petition an die Kommission zurückzuweisen mit dem Auftrag, eine parlamentarische Initiative oder einen parlamentarischen Vorstoss im Sinne der Petition auszuarbeiten.

OceanCare ist enttäuscht über die Entscheidung, zumal ein entsprechendes Importverbot massgeblich zum Schutz bedrohter Tierarten beitragen würde. Insbesondere Arten wie der Eisbär, der durch zunehmende Klimaveränderungen stark unter Druck steht, würden profitieren. Ohne Trophäen, die ins Heimatland transportiert werden können, verliert die Jagd auf die Tiere ihren Reiz.

„Bei einer Tierart, deren Überleben auf der Kippe steht, ist jeder einzelne Abschuss einer zu viel. Wir bedauern es sehr, dass die Kommissionen für Wissenschaft, Bildung und Kultur die Dringlichkeit unserer Forderung nicht erkannt haben und hoffen, dass mittels eines parlamentarischen Vorstosses doch noch dafür gesorgt werden kann, dass Eisbären und andere bedrohte Tierarten den Schutz erhalten, den sie benötigen“, kommentiert Fabienne McLellan, Leiterin Internationale Zusammenarbeit bei OceanCare, den Entscheid.