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Seit Januar 2012 wurden an den Stränden im Norden von Peru über 900 tote Delphine gefunden. Die Regierung Perus hat nur oberflächliche Nekropsien durchgeführt und gab dann bekannt, dass natürliche Gründe für das Massensterben der Delphine verantwortlich seien. Eine absurde Schlussfolgerung.

Dr. Carlos Yaipen Llanos von der peruanischen Organisation ORCA hat über 30 gestrandete Delphine untersucht und die Ergebnisse in einem Bericht zusammengefasst.  Die von OceanCare mitfinanzierten Untersuchungen deuten darauf hin, dass die Delphine aufgrund intensivem Lärm durch seismische Tests gestrandet und gestorben sind.

Dr. Carlos Yaipen Llanos fand keine Zeichen von Krankheit, Unterernährung, giftigen Algen oder Abdrücke von Fischernetzen auf den Körpern der Tiere. Seine Untersuchungen weisen viel mehr darauf hin, dass akustische Traumata die Tiere zu einem raschen Auftauchen bewegten,  was zu einem Dekompressions-Syndrom führte. Mit anderen Worten, immer wiederkehrender Lärm über eine längere Zeit, bewog die Delphine an die Oberfläche zu rasen, was zu Bends führte – Symptome die bei Tauchern mit  Dekompressionsunfällen auftreten.

Zuerst lehnten Experten ab, die seismischen Tests als Ursache anzuerkennen, weil es bisher noch keinen Fall gab bei dem seismische Tests nach weislich zu einer Massenstrandung von Delphinen führte. Doch vor kurzem wurde in Madagaskar ein gestrandeter Zwerggrindwal entdeckt, der nachweislich aufgrund von seismischen Tests verendet war. Dieser Vorfall beweist, dass seismische Tests zu Strandungen führen können.

OceanCare setzt sich dafür ein, dass der Unterwasserlärm reduziert wird. Wir verlangen von den Gesetzgebern Umwelt-verträglichkeitsgutachten vor lärmintensiven Aktivitäten und eine Lärmbegrenzung durch das Festlegen von Obergrenzen. Unterstützen Sie das OceanCare “Silent Oceans” Projekt durch eine Spende. Herzlichen Dank.