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Mehrwegmasken – damit Sie und die Meere gesund bleiben

Die Welt hat sich 2020 drastisch verändert. Gesichtsmasken sind Teil unseres täglichen Lebens geworden. Unsere Gesundheit ist wichtig und die Notwendigkeit der Masken unbestritten. Unser Wohlergehen hängt aber auch von der Gesundheit des Planeten ab, die wir mit unserer Schutzausrüstung gerade massiv gefährden.

Was uns schützt, schadet dem Meer

Würde jeder Mensch ein Jahr lang eine Einwegmaske pro Tag tragen, müssten 3 Billionen Exemplare entsorgt werden. Während der Pandemie landen Einwegmasken auf Strassen und Äckern, in Flüssen und im Meer. Sie verseuchen die Natur mit Mikrofasern und Chemikalien, denn sie bestehen aus Polypropylen, einem Kunststoff, der weder abbaubar ist noch wiederverwendet werden kann. Gemäss Hochrechnungen landen zusätzlich zum laufenden Plastikmüll monatlich rund 10 Mio. Einwegmasken in der Umwelt und schlussendlich im Meer.

Mehrwegmasken als ökologische Wahl

COVID-19 wird nicht so schnell verschwinden. Wir müssen also Wege finden, wie wir uns UND den Planeten schützen können. Die Weltgesundheitsorganisation rät allen Menschen, die nicht im Gesundheitswesen arbeiten oder einer Risikogruppe angehören, Mehrwegmasken zu tragen. Mittlerweile werden zertifizierte Textilmasken angeboten, die bei korrekter Anwendung und Reinigung sicher und ökologisch sind. Wer Einwegmasken oder Handschuhe verwenden muss, soll diese bitte im Abfall sachgerecht entsorgen. In Spitälern gelten getragene Masken als medizinischer Sondermüll.

Die Plastikkrise im Blick behalten

Die Pandemie begann zu einer Zeit, als die Plastikkrise ins öffentliche Bewusstsein gelangte und die Zero-Waste-Haltung an Bedeutung gewann. Nun will die Kunststoffindustrie diesen Trend umkehren. Sie propagiert Plastik als hygienischstes Material und stellt Einwegplastik punkto Sicherheit über Mehrwegplastik. Unternehmen wie Starbucks ersetzen Mehrwegartikel bereits wieder durch Einwegplastik und im Lockdown durften Take-aways vielerorts keine Mehrwegbehälter mehr befüllen.

Doch was uns die Plastikindustrie weismachen will, ist falsch. Das Coronavirus überlebt auf allen Oberflächen. Auf Plastik bis zu drei Tagen und damit länger als auf vielen anderen Materialien. Mit Seife und Heisswasser lassen sich Viren auf Mehrwegartikeln zudem wirksam abtöten.

Es ist wichtig, dass wir die Plastikkrise im Blick behalten. Unser gemeinsames Engagement für gesunde Meere ist wichtig. Danke, dass Sie uns mit einer Spende unterstützen.

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Dank Unterstützung von Menschen wie Ihnen können wir den Lebensraum der Meerestiere schützen.