Die Geschwindigkeit der Diskussionen bei der CMS Konferenz vor Ort nimmt gehörig zu. Eine Arbeitsgruppe jagt die andere. Wenn Organisationen oder auch Staaten nur mit einer Person vertreten sind, ist es kaum möglich zu sämtlichen Themen am Ball zu bleiben. Die marine Arbeitsgruppe in der OceanCare und ProWildlife vertreten sind trifft sich nahezu in jeder vorhandenen Pause und seit gestern auch parallel zu den Sitzungen im Plenum. Wie zu erwarten hatte sich insbesondere bei den Diskussionen über Unterwasserlärm und das globale Aktionsprogramm für Wale und Delfine das Klima „etwas erhitzt“. Für Staaten, die intensive militärische Interessen verfolgen (und somit den Einsatz von intensiven Schallquellen zur Suche nach U-Booten) und jene mit großem Interesse der Ölindustrie (bei der Suche nach Öl werden sogenannte AirGuns eingesetzt, um die Ölquellen am Meeresboden ausfindig zu machen), sind jegliche Einschränkungen des Einsatz von intensiven Schallgeräten ein Dorn im Auge. Doch für wandere Wal- und Delfinarten stellt auch die bei der Errichtung von Windkraftanlagen im Meeresbereich eine akustische Bedrohung dar. Ausweisung von Schutzzonen und das Fernhalten von Lärm in diesen Gebieten ist eine ultimative Forderung, die jedem einleuchtet, aber für diese Interessensgruppen zu einer Einschränkung ihrer Aktivitäten führen würde. Diesbezüglich steht die Lärmproblematik auch in direktem Zusammenhang mit der Frage des Klimawandels und der Auswirkungen auf wandernde Arten. Beide Fragen werden heute im Plenum diskutiert und etwaig über diese abgestimmt.

Anlass genug noch einmal auf das Schicksal jener hinzuweisen, über deren Zukunft hier mitbeschlossen wird: http://www.youtube.com/watch?v=la1XUUuZ29A