An der 15. Artenschutzkonferenz CITES (Convention on International Trade of Endangered Species of Wild Fauna and Flora) im März 2010 hatte die Weltgemeinschaft (175 Länder) die Chance, über die letzten Roten Thunfische zu entscheiden und ein internationales Handelsverbot auszusprechen damit sich die Fischbestände erholen können. Stattdessen haben die CITES Mitgliedstaaten in einer geheimen Abstimmung dem Roten Thunfisch des Atlantiks die letzte Ölung gegeben. Die Fischereinationen und der grösste Importeur, Japan, haben gewonnen. Bald ist der Rote Thunfisch so stark dezimiert, dass er wirtschaftlich uninteressant wird; dann werden die nächsten Thunfischarten ausgerottet.

Auch die Internationale Schutzkommission für den Thunfisch im Atlantik (ICCAT) hat auf jeden Fall auf der ganzen Linie versagt: noch im November 2009 konnten sich die 48 Mitgliedstaaten nicht über ein Fangverbot für den Roten Thunfisch einigen, sie haben lediglich die Fangquote etwas reduziert. Ob sich diese Bestände erholen ist fraglich denn eine Studie von WWF zeigt, dass der Rote Thunfisch bis ins Jahre 2012 im Mittelmeer ausstirbt, wenn weiter gefischt wird.

Der Thunfisch hat sich über Jahrmillionen perfekt an seinen Lebensraum angepasst. In ein paar Dutzend Jahren hat der Mensch dieser Pracht der Evolution trotz seiner hohen Geschwindigkeitsleistung nachstellen können. Wird der Rote Thunfisch also auf die Liste der ausgestorbenen Tiere aufgenommen werden müssen?

SIE entscheiden über das Schicksal der Thunfische!

Es gibt 8 Arten, die zur Gattung der eigentlichen Thunfische gehören. Alle werden durch die Befischung bedroht, einige sind so massiv überfischt, dass sie im Begriffe sind auszusterben. Trotzdem gehören sie zu den meist gegessenen Fischen.

  • Essen Sie keinen Thunfisch; weder frisch noch aus der Dose.
  • Thunfische sind Raubfische und leben am Ende der Nahrungskette: sie reichern besonders viele Schadstoffe wie Schwermetalle in ihrem Körper an.
  • Wollen Sie Fisch essen, wählen Sie pflanzenfressende Süsswasserfische aus einheimischen Gewässern. Fragen Sie im Geschäft und Restaurant danach!
  • Eine gute Alternative: Vegetarische Gerichte bevorzugen.