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Der Schutzantrag Monacos für die Bestände des stark bedrohten Roten Thun wurde gestern von der CITES Artenschutzkonferenz in Doha, Katar mit 20 Ja zu 68 Nein Stimmen abgeschmettert. Der Schutz des Roten Thun war bisher das kontroverseste Thema auf der Artenschutzkonferenz und endete in einem Eklat: Vor allem Fischereinationen, z.B. Chile, Venezuela, Indonesien und Namibia aber auch Libyen sprachen sich kategorisch  dagegen aus – allen voran Japan, der grösste Importeur.

Auch ein Kompromissvorschlag der EU fand keine Zustimmung:  Die EU wollte  das Handelsverbot nur dann in Kraft treten lassen, wenn ein letzter Versuch der Internationalen Kommission zur Erhaltung der Atlantischen Thunfischbestände (ICCAT) zur Rettung des Thunfischs scheitern sollte.

OceanCare ist sehr enttäuscht, dass die kommerziellen Interessen der Fischerei-Industrie jegliche Schutzbemühungen zunichte gemacht haben und der König der Meere weiterhin ausgebeutet werden darf.