Nachdem unsere deutsche Partnerorganisation, WDCS und IFAW illegale Walproduktexporte von Island nach Lettland und Dänemark aufgedeckt haben, berichtet Greenpeace von einem weiteren illegalen Export von Walfleisch aus Island nach Japan via Holland. Am Freitag 2. April 2010 ketteten sich 15 Greenpeace Aktivisten an die Mooringleinen des Containershiffes NYK ORION, um es am Auslaufen zu hindern. Die alarmierte Hafenpolizei von Rotterdam versicherte, dass die Walfleischlieferung aus Island im Hafen bleibe und nicht nach Japan weitertransportiert werde.

Daraufhin entschieden die Eigentümer des Containerschiffes NYK ORION die sieben Container mit Fleisch von gefährdeten Finnwalen abzuladen.

Das Containerschiff gehört der Japanischen Firma Nippon Yusen Kabushiki Kaisha, Tokyo. The NYK Gruppe ist eine auf Logistik und Transport spezialisierte Firma und dies auf See-, Land und Luftwegen.

Der Handel mit Walfleisch verstösst sowohl gegen das CITES Artenschutzabkommen, welches den Handel mit Walprodukten verbietet, als auch gegen das Internationale Walfangabkommen, welchs den Walfang seit 1986 verbietet.

Gemäss OceanCare sind diese dreisten illegalen Transaktionen ein weiterer Beweis, dass den Walfangländern nicht zu trauen ist und weshalb diesen Ländern kein Zugeständnisse – namentlich Walfangquoten – gemacht werden dürfen.