Ausgeblutet und zerstückelt: 15 000 Delphine enden vor der Küste Perus jedes Jahr als Haiköder! Fischer harpunieren die Meeressäuger brutal aus nächster Nähe. Und dies, obwohl die Delphinjagd in Peru gesetzlich verboten ist.

Mein Name ist Stefan Austermühle, ich bin ein deutscher Biologe und wanderte 1998 nach Peru aus, um dort gemeinsam mit meinen peruanischen Freunden gegen das Töten der Delphine vorzugehen. Zwei Jahre zuvor war es uns durch internationalen Druck gelungen,  dass Delphine gesetzlich geschützt werden.

Stefan Austermülhles erster Hintergrundbericht
– neue Folgen laufend auf vimeo.com/oceancare. Bleiben Sie am Ball!

Gastblog von Stefan Austermühle, Präsident Mundo Azul

Vor Peru liegt das fischreichste Meeresgebiet der Welt, aus dem 10% des globalen Fischfangs stammen. Wo es viel Futter (Fische) gibt, da fehlen auch die Beutegreifer (wie z.B. Delphine) nicht. In Peru leben 31 unterschiedliche Meeressäugerarten. Anstatt sich dieser Biodiversität zu erfreuen und eine florierende Tourismusindustrie aufzubauen, werden in Peru Delphine für den menschlichen Verzehr gejagt oder um als Haifischköder zu dienen.

Delphine für den menschlichen Verzehr…
1999 gründeten wir die peruanische Umweltschutzorganisation Mundo Azul (Blaue Welt) und sind seitdem die einzige peruanische Organisation, die aktiv gegen das nun illegale Töten von Delphinen für den menschlichen Verzehr vorgeht. Wir arbeiten mit verdeckten Ermittlern, identifizieren die illegalen Delphinfleischhändler und arbeiten dann mit der Polizei zusammen, um die Händler festzunehmen. Auch wenn es immer noch illegalen Verkauf von Delphinfleisch gibt, konnten wir in den letzten zehn Jahren die Zahl der getöteten Delphine reduzieren. Dabei half uns auch OceanCare, die unsere Arbeit seit über einer Dekade unterstützt.

(c) Mundo Azul

Delphine als Haifischköder?!
Seit Jahren haben wir Gerüchte gehört, dass peruanische Fischer Delphine jagen und als Haifischköder benutzen. Das passiert allerdings auf kleinen hölzernen Booten weit draussen auf dem Meer, ohne Zeugen und versteckt vor der Welt. Unseren Schätzungen zufolge werden jedes Jahr zwischen 5000 und 15 000 Delphine illegal getötet. Damit ist der peruanische Delphinmord gleich gross – oder grösser – als der japanische Delphinfang. Aber im Vergleich zu Japan, wo das Delphintöten gesetzlich legal ist, handelt es sich in Peru um ein ökologisches Verbrechen, welches mit drei Jahren Gefängnisstrafe geahndet wird.

Undercover Recherche unter grosser Gefahr
Da diese Jagd nicht zu beweisen war, haben wir uns zu einem riskanten Unternehmen entschlossen. Ich begleitete einen Monat lang peruanische Haifischer auf See und filmte den Mord von Delphinen und das rücksichtslose und brutale Gemetzel der Haie.
Die peruanische Regierung ignoriert jedoch unsere Beweise und zieht es vor, das Problem zu verheimlichen und stattdessen Mundo Azul der Lüge zu bezichtigen. Gemeinsam mit OceanCare ist es unser Ziel, das gedrehte Material in einem Dokumentarfilm zu verarbeiten (englische, deutsche und spanische Versionen) und diese Filme weltweit an Fernsehkanäle zu verteilen. Wir sind davon überzeugt, dass die peruanische Regierung das Problem nicht länger ignorieren kann, wenn die Welt davon weiss.

(c) Mundo Azul

Die Lösung des Problems ist sehr einfach: Ein Verbot der Harpunen, mit denen die Delphine gejagt werden und ein Fischfangstopp für Haie, damit sich deren überfischte Bestände erholen können. Was fehlt, ist der politische Wille und diesen können wir erzeugen, indem dieses Filmdokument die Untätigkeit der Regierung blossstellt.

Dokumentarfilm dringend gebraucht
So könnten wir das unsinnige Töten von 15 000 Delphinen und die Überfischung der Haie in Peru stoppen: Unterstützen Sie die Herstellung und Verbreitung des Filmes mit ihrer Spende an unsere Partnerorganisation OceanCare – Stichwort „Peru“. Wir brauchen 40 000 $US um den Dokumentarfilm zu realisieren. Die die Hälfte haben wir schon beisammen.  Wir sind also ganz nah dran, dem Töten der Delphine ein Ende zu bereiten.

Serie mit Hintergrundberichten
Damit Sie eine Idee haben, worum es geht, haben wir uns entschlossen, eine Video-Serie zu machen, die Hintergrundinformationen darüber liefert, wie die verdeckte Recherche durchführt wurde und was wir dabei erlebten. Das ist sehr persönliches Videomaterial, das bis jetzt noch nicht veröffentlich wurde und welches so nicht im Dokumentarfilm auftauchen wird. Aber wir glauben, dass diese Hintergrundberichte ein eindrückliches Bild davon liefern, gegen was wir vorgehen: vimeo.com/oceancare.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung und Spende an unserer Partnerorganisation OceanCare, welche sämtliche Spenden an Mundo Azul weiterleitet und so in der Realisierung des Dokumentarfilms unterstützt.