Heute, 1. Juli 2011 beginnt das alljährliche Abschlachten von Südafrikanischen Seebären auf Namibias Stränden. Die namibische Robbenjagd ist nach der kanadischen die zweitgrösste Robbenjagd weltweit. In Namibia werden zwei Kolonien der zu den Ohrenrobben zählenden Südafrikanischen Seebären bejagt.In den nächsten 139 Tagen werden 91’000 junge südafrikanische Seebären getötet. Die verängstigten Jungtiere werden von ihren Müttern getrennt und brutal erschlagen – hauptsächlich wegen ihres Fells. Zusätzlich werden etwa 6’000 ausgewachsene männliche Seebären erschossen. Diese müssen wegen ihren Genitalien sterben, welche als Aphrodisiaka nach Aisen verkauft werden.

Aufgrund des EU weiten Handelsverbots ist im letzten Jahr auch der Preis für Robbenfelle aus Namibia stark gesunken.

Beobachter sind keine zugelassen, da man offenbar die Grausamkeit vor der Öffentlichkeit verbergen will. Ein Journalist, der am öffentlichen Strand gefilmt hatte, wurde bereits inhaftiert.

Die Tierschutzorganisation Seal Alert South Africa hat im Frühling ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben, das zum Schluss kam, dass das Robbenschlachten in Namibia nicht rechtens und auch nicht nachhaltig sei, die Verfassung Namibias und das Artenschutzabkommen verletze. OceanCare hat im Frühling den Appell der Südafrikanischen Organisation Seal Alert an die Namibische Regierung unterstützt. Es wäre hilfreich, wenn auch Privatpersonen an die Nambische Regierung gelangen würde – am besten über eine der 27 Botschaften Namibias. Die Adressen finden Sie hier: http://www.namibia-botschaft.de/images/stories/konsular/weltweit.pdf