Wädenswil/Hamburg, 30. Januar 2018: Seriöse Umweltschutzorganisationen veröffentlichen regelmässig Bilder, die unter die Haut gehen: Plastikverschmutzte Sandstrände und ganze, durch Kunststoffmüll verdorbene Küstenregionen. Dazu immer wieder erschütternde Aufnahmen verendeter Meerestiere, die in Plastikabfällen buchstäblich erstickt sind.

Der Grund für die Umweltmisere sind unter anderem die rund 500 Milliarden Plastiktüten, die jährlich weltweit verbraucht werden und wovon ein Teil achtlos „entsorgt“ wird. Bis dieser Abfall, der grösstenteils über Flüsse in die Weltmeere gelangt, abgebaut ist, vergeht bis zu einem halben Jahrtausend.

Ermutigende Anfangserfolge und 142.000 Euro für den Meeresschutz

Gebr. Heinemann und die Meeresschutzorganisation OceanCare haben im vergangenen Jahr deshalb zu einer Gegenstrategie zusammengefunden und eine gemeinsame Massnahme zur Plastikmüllreduktion in den Ozeanen gestartet: Als global operierendes Unternehmen vertraut Gebr. Heinemann auf den Regulierungsmechanismus des Preises und erhebt an seinen 14 deutschen und österreichischen Duty Free Standorten eine Gebühr von 30 Cent auf alle Einwegtüten aus Plastik sowie Papier, wie auch auf ZIP-Bags. Die Massnahme soll zu einer drastischen Reduktion von Einwegtüten führen, sowie ein Umdenken bei den Konsumenten erwirken. Zusätzlich fliesst der Erlös aus dieser Aktion im vollen Umfang in die Projekte von OceanCare.

Die Initiative zeigt Wirkung. Viele Kunden sind auf den von Heinemann gesetzten Trend aufgesprungen und greifen zunehmend deutlich weniger nach den „Umweltsündern“. Tatsächlich ist deren Verbrauch in den Heinemann Shops im vergangenen Jahr um 70  Prozent von insgesamt rund 8,8 Mio. Stück in 2016 auf 2,5 Mio. Stück zurückgegangen, bei einem gleichzeitigen Verkaufsplus von Mehrwegtaschen um rund 350 Prozent (von knapp 21.400 Stück in 2016 auf fast 96.700 in 2017). Eine deutliche Sprache spricht auch die Spendensumme, die im Jahr 2017 an die Meeresschutzorganisation OceanCare überwiesen wurde: Sie liegt bei insgesamt 142.000 Euro.

Das Bewusstsein für den Umweltschutz geschärft

„Ökologie und Ökonomie sind kein Widerspruch, sondern zwei Seiten ein und derselben Medaille; denn Verantwortung für die Umwelt sehen wir als unsere Pflicht“, formuliert Mitinhaber Claus Heinemann sein unternehmerisches Credo. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit unserer gemeinsamen Initiative mit OceanCare dazu beitragen, das Bewusstsein der Reisenden für das Thema Umweltschutz zu schärfen. Aber bei aller Freude über den Erfolg, wir sind noch nicht zufrieden. Wir handeln bei unserem ‘Plastiktüten-Projekt’ genauso, wie in allen anderen Bereichen unseres Geschäfts: Wir müssen immer weitermachen, kreativ und proaktiv sein und nach weiteren Verbesserungen suchen. Wir werden nicht nur hart daran arbeiten, unsere Dienstleistungen kontinuierlich zu verbessern, sondern auch den Gebrauch von Plastiktüten weiter einzuschränken, auf alternative Materialien umzustellen und eine Veränderung des Verbraucherverhaltens zu unterstützen“, sagt Claus Heinemann.

Ab 2018 sind auch Bratislava und Ljubljana im Boot – weitere internationale Standorte sollen folgen

Nach der erfolgreichen Pilotphase in Deutschland und Österreich wird die Aktion im Jahr 2018 auf weitere Heinemann Duty Free Standorte ausgeweitet. Seit Januar werden auch in Bratislava in der Slowakei und Ljubljana in Slowenien nur noch kostenpflichtige Einwegtüten für 30 Cent in den Flughafen Shops angeboten. Die anfallenden Erlöse gehen ebenfalls an OceanCare, wie an allen anderen teilnehmenden Standorten verzichten die Airports ebenfalls auf eine Konzessionsabgabe. Als umweltfreundlichere Alternative zur Plastiktüte können Passagiere – ebenso wie in den Heinemann Shops in Deutschland und Österreich – Mehrwegtragetaschen mit 50 Prozent Recyclinganteil für 2,00 Euro oder eine hippe LOQI Bag im Heinemann Design für 4,90 Euro erwerben. Beide eignen sich auch bestens als Shopping Bag für die Urlaubseinkäufe oder als Strandtasche.

„I Care“: Mit vereinten Kräften gegen Einwegplastik

„Die gigantischen Mengen von Plastikmüll im Meer stellen eine so grosse Herausforderung dar, dass es den Beitrag aller braucht: Regierungen, Organisationen, Firmen und auch Konsumenten  können und müssen zur Lösung des Problems beitragen. Gebr. Heinemann übernimmt Verantwortung und zeigt ganz konkret, wie Einwegplastik reduziert werden kann“, sagt Vera Bürgi, Geschäftsleiterin bei OceanCare. OceanCare verwendet die Spenden von Gebr. Heinemann für Projekte zur Plastikmüllreduktion in den Ozeanen und zur Rettung von Meerestieren, die durch Plastikmüll gefährdet sind. Einen wichtigen Teil machen auch Umweltbildungsaktivitäten und Forschungsprojekte zur Reduktion von Plastikmüll aus. Als UN Sonderberaterin für den Meeresschutz nahm OceanCare im vergangenen Oktober an der 12. Vertragsstaatenkonferenz der Bonner Konvention (UN Convention on the Conservation of Migratory Species, CMS) in Manila teil. Auf der Tagung präsentierte die Meeresschutzorganisation ihre „I Care“-Kampagne, mit der OceanCare gemeinsam mit vielen Partnern mit vereinten Kräften die Öffentlichkeit rund um den Globus für ein Umdenken im Umgang mit Einwegplastik sensibilisiert. Auch Gebr. Heinemann Mitinhaber Claus Heinemann bezieht in dem Kampagnenfilm Stellung. Hier sehen Sie das Video.

Mehr über die „I Care“-Kampagne erfahren Sie hier.