Im Golf von St. Lorenz an der Ostküste Kanadas ertrinken vermutlich tausende neugeborene Sattelrobben, ihnen fehlt eine feste Eisdecke. Experten des IFAW, Kanada fanden nur wenige verlassene und abgemagerte Robbenbabys am Strand der Prinz-Edward-Insel.

Laut Daten der kanadischen Umweltbehörde Environment Canada gab es in den letzten 40 Jahren im Golf von St. Lorenz noch nie so wenig Eis wie in diesem Jahr. Üblicherweise sind 80 bis 90 Prozent des Golfs mit Eis bedeckt, jetzt sind es lediglich fünf Prozent.

Sattelrobben sind aber für die Geburt ihrer Jungtiere auf Eis angewiesen. Die Mütter wandern jährlich etwa 4500 Kilometer von der Arktis in den Süden, um auf den Eisfeldern ihre Jungtiere zur Welt zu bringen. Finden sie kein Eis, können die Mütter die Geburt noch bis zu zwei Wochen hinauszögern. Spätestens dann werden die Jungtiere geboren. Ist kein Eis vorhanden, wie in diesem Jahr, findet die Geburt im Wasser statt und die Babys ertrinken. Deshalb ist für dieses Jahr mit einer sehr hohen natürlichen Sterblichkeitsrate für die Sattelrobbenbabys zu rechnen.

Dass die kanadische Regierung unter diesen Umständen die Jagdquote sogar um 50’000 Tiere auf 330’000 Tiere erhöhte, ist unverantwortlich und erweckt den Eindruck, dass Kanada die Robben ausrotten will.

Fordern Sie bei OceanCare (info@oceancare.org) vorgedruckte Protestkarten an und bitten Sie ihre Freunde, Bekannten und Familie die Protestaktion auch zu unterstützen.