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(c) Expedition PlastikWer reist freiwillig zu Inseln aus Müll, die dort entstehen, wo niemand hinschaut? Der Biologe und Umweltschützer Roman Lehner tut es für OceanCare: Er ist soeben in Bali angekommen. Von dort aus wird er mit dem renommierten Wissenschaftler und Gründer von 5 Gyres, Marcus Eriksen, die Plastikverschmutzung an den Stränden und weitab der Küsten auf einer Schiffsreise nach Mauritius dokumentieren und untersuchen.

Laufend wird Roman Fragen von Interessierten an Bord holen, um diese live mit Wissenschaftlern, Politikern und Vertretern der Industrie zu diskutieren. Unter anderem mit Dr. Sylvia Frey, Leiterin Wissenschaft und Bildung von OceanCare. Aufgebracht von Stürmen und Wellen nimmt Roman Lehner Sie in 14 interaktiven Video-Blogs auf die Expedition Plastik mit. Steigen Sie ab dem 14. September ein auf vimeo.com/expeditionplastik.

Unsere Meere versinken im Müll. Fast ein Drittel des Plastiks, der jedes Jahr weltweit produziert wird, gelangt in die Ozeane. Für die Meerestiere ist die Situation dramatisch: Rund um den Globus gehen Meeresbewohner wegen der zunehmenden Plastikverschmutzung zugrunde.

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Verschmutzter Strand in Indonesien

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit Forschung zur Lösung
Die Information über die Problematik und Ausarbeitung von griffigen Massnahmen bedingt, dass die Plastikverschmutzung der Ozeane vor Ort recherchiert, dokumentiert und wissenschaftlich charakterisiert wird. Bereits vor drei Jahren entsandte OceanCare einen Umweltphysiker der Uni Bern mit der Organisation 5 Gyres zur Erforschung der Müllteppiche im Südpazifik, wo selbst an entlegensten Stränden der Osterinseln enorme Plastikmengen angespült werden. Diese Forschungsreise brachte wichtige erste Erkenntnisse über die Vermüllung des südlichen Pazifiks – weitab der Zivilisation und damit dem Blickwinkel der Gesellschaft – hervor.

Mit Bildung zum Umdenken
OceanCare schärft das Bewusstsein dafür, wie alle dazu beitragen können, die Vermüllung der Meere zu stoppen. Denn diesem grossen Umweltproblem ist letztlich nur beizukommen, wenn der Eintrag versiegt. Wichtige Massnahmen, um dieses Ziel zu erreichen, sind Umweltbildung und Aufklärung. Sie dienen der Verbreitung des Prinzips „reduce, reuse and recycle“. So zeigt beispielsweise der animierte Kurzvideo, wie die Plastikabfälle ins Meer gelangen, was sie dort anrichten und was jede einzelne Persone dagegen tun kann:

Der Video ist bislang auf Deutsch, Englisch und Spanisch verfügbar und wird bereits in verschiedenen Ländern zu Aufklärungszwecken genutzt.

Plastik sinnvoll einsetzen und sachgerecht entsorgen
Die durch OceanCare in der Schweiz lancierte App „Beat the Microbeads“ ermöglicht KonsumentInnen zudem, Kosmetikprodukte ohne Mikroplastik zu wählen und damit den Plastikeintrag in die Gewässer zu reduzieren. OceanCare verfolgt dieses Ziel des Weiteren mit Beach Cleanings und via Tierretter, die in Plastik verfangene Meerestiere vor Ort befreien.

(c) Beatthemicrobead

Mehr Infos: www.oceancare.org/plastik