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Heute Vormittag wurde als Erstes über einen Blockantrag für Ureinwohner-Walfangquoten verhandelt und abgestimmt. Amerika und Russland erhalten eine jährliche Quote auf 140 Grauwale und 67 Grönlandwale für die nächsten sechs Jahre. St. Vincent und die Grenadinen wurde eine jährliche Quote von 4 Buckelwalen zugestanden. Der Entscheid wurde mit  48 Ja, 10 Nein und 2 Stimment- haltungen gefällt. Anlass zu Diskussion gab, die Quote für St. Vincent & the Grenadines, weil der Walfang dort erst im neunzehnten Jahrhundert ein- geführt wurde und die Kriterien für den Walfang zur Selbstversorgung nicht erfüllt. Kritisiert wird auch, dass dort Buckelwalmütter mit ihren Kälbern gejagt werden, weil diese ihre Kälber nicht im Stich lassen und daher leichter zu erlegen sind. Laut IWC ist die Jagd auf laktierende Walkühe verboten. Doch bei St. Vincent & the Grenadines wird offenbar ein Auge zugedrückt. OceanCare hätte es begrüsst, wenn die Anträge einzeln behandelt worden wären. Damit hätten die Mitgliedstaaten die Möglichkeit gehabt, die Erneuerung der Quote für den Walfang in der Karibik abzulehnen.

Im Anschluss daran wurde die Verhandlung für die Erneuerung der Quoten für Grönland eröffnet. Da es aber viele Einwände gab, und weil die EU aufgrund von Dänemark keinen Konsens erzielen konnte und daher auf Instruktionen aus Brüssel warten muss, wurde die Weiterführung der Verhandlung auf morgen vertagt.

Danach wurde die Arbeit des Erhaltungs-Ausschuss präsentiert, namentlich zum Whale-Watching, Kleinwale und Plastikverschmut- zung im Meer, ein Thema zu welchem mehrere IWC Mitgliedstaaten und NGOs (OceanCare, Pro Wildlife, EIA und WSPA) finanzielle Mittel für einen Workshop bereitstellen.