Gestern eröffnete das Kanadische Fischereiministerium (DFO) die Robbenjagd vor der Küste Neufundlands und Labradors. Die Robbenjäger wurden explizit dazu aufgefordert, sich vor der Jagd bei den Pelzhändlern zu erkundigen, ob es einen Bedarf für Robbenfelle gibt.

Die Jagd im südlichen Golf des Sankt Lorenz Strom ist buchstäblich ins Wasser gefallen, denn aufgrund des fehlenden Eises gab es dort fast keine Robben und so wurde gerade mal ein Prozent der Quote ausgeschöpft. Zudem muss davon ausgegangenen werden, dass fast der gesamte Nachwuchs aufgrund des fehlenden Eises ertrunken ist.

Im Norden scheint die Jagd ähnlich zu verlaufen. Deshalb entscheiden sich ein Grossteil der Robbenjäger für den Fang von Krebsen, was weitaus lukrativer ist, anstatt an der grausamen und sinnlosen Robbenjagd teilzunehmen..?

Die Märkte für Robbenprodukte sind weltweit eingebrochen, der Preis für ein Fell sank 2010 auf unter 10 Franken. In der EU gilt seit August 2010 ein Handelsverbot für alle Robbenprodukte aus kommerzieller Jagd. In der Schweiz wird immer noch um ein Handelsverbot für Robbenprodukte gerungen. OceanCare setzt sich seit 2008 zusammen mit der Fondation Franz Weber für ein Schweizer Handelsembargo mit Robbenprodukten ein.

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