Zürich, 5. Juli 2018 – Das Urteil von OceanCare ist eindeutig: Einweg-Plastik – unter anderem in Form des Einweg-Plastiksacks – zählt zu den grössten Fehlschlägen der Menschheit. Darum hat die Schweizer Non-Profit-Organisation zum Schutz der Meere in Zusammenarbeit mit dem Künstler John Trashkowsky diesem monumentalen Fehlschlag eine Skulptur gewidmet. Die Skulptur ist ab sofort im Innenhof des Landesmuseums Zürich der Öffentlichkeit frei zugänglich und motiviert die Besucher, ein Versprechen zum kompletten Verzicht von Einweg-Plastiksäcken abzugeben.

«Wir hoffen, dass sich möglichst viele Menschen beim Besuch der Skulptur der schwerwiegenden Folgen von Einweg-Plastiksäcken bewusst werden und versprechen, zukünftig auf Einweg-Plastiksäcke zu verzichten. Denn nur der Verzicht kann Tier und Mensch vor der Umwelt-Katastrophe retten, die der Einweg-Plastik verursacht», sagt Geschäftsführerin Vera Bürgi.

John Trashkowsky betitelt den Einweg-Plastiksack sogar als Killer

«Die Einweg-Plastiktüte gibt’s erst seit etwas mehr als 60 Jahren und sie hat sich in dieser kurzen Zeit zu einem richtigen Killer entwickelt. Was als praktische Tragehilfe gedacht war, wurde für die Umwelt und für uns zu einem monumentalen Fehlschlag. Die Arbeit «Monumental fail» für OceanCare steht als Mahnmal stellvertretend für den gesamten Plastikmüll, der unsere Meere verschmutzt und noch unzählige Generationen nach uns belasten wird. Das Landesmuseum ist die perfekte Location für die Arbeit, da der Plastiksack für eine traurige Konsequenz unserer Kultur- und Wirtschaftsgeschichte steht. Und die gehört neben ruhmvollen Momenten eben auch zu unserer Geschichte.»

Nur der totale Verzicht schafft Abhilfe

Jede Minute werden weltweit über eine Million Plastiksäcke verbraucht. Nur ein geringer Teil davon wird recycelt, die grosse Mehrheit wird weggeworfen. Es dauert 20 Jahre bis ein Plastiksack abgebaut ist – mit fatalen Folgen für Tier und Mensch. Der Kampf gegen die Einweg-Plastiksäcke in der Schweiz ist mit der Einführung der 5-Rappen-Gebühr längst nicht gewonnen. Der Konsum der kostenpflichtigen Plastik-Säcke hat sich zwar reduziert, aber das Problem schlummert bei Detail- und Take-Away-Händlern unkontrolliert weiter, die gratis Einweg-Plastiksäcke abgeben. Nur der konsequente Verzicht hilft.

Fatale Folgen von Einweg-Plastik für Mensch und Tier

Tiere wie Meeresschildkröten, Delphine und Vögel verheddern sich im Plastik und verenden qualvoll oder verwechseln ihn mit Nahrung und sterben durch den Verzehr. Schätzungen gehen davon aus, dass jährlich bis zu einer Million Seevögel und Hunderttausend anderer Meerestiere wie Wale und Robben durch den Verzehr unserer Plastikabfälle verenden. Plastik zerfällt mit der Zeit in kleine Teile, in Mikroplastik: Plastik-Teilchen, die kleiner als 5 Millimeter sind. Über Kleinstorganismen gelangt das Mikroplastik in die Nahrungskette und via Fische und Muscheln schliesslich auch zu uns. Mikroplastik ist aber nicht nur in Meerestieren, sondern auch bereits im Trinkwasser oder in Lebensmitteln wie Honig und Milch zu finden.

Enthüllung von „Monumental Fail“ am 5. Juli 2018 im Innenhof des Landesmuseum Zürich: