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OceanCare hat in Zusammenarbeit mit BlueVoice.org ein „White Paper“ mit dem Titel „A Shared Fate“ erstellt, mit dem Bestreben, dieses an der 60. Internationalen Walfangkonferenz in Santiago de Chile einzubringen. Das Hauptziel dieses Berichtes ist die Vermittlung der Erkenntnis, dass Personen, die regelmässig Fleisch von Meeressäugern konsumieren, sich vergiften. Mit der Verbreitung dieser Information soll das Töten von Delphinen und Walen mittel- bis langfristig gestoppt werden. Wenn kein Delphin- und Walfleisch mehr gegessen wird, ist es auch nicht mehr nötig, diese schützenswerten Tiere zu töten.

Giftige Chemikalien und Schwermetalle, werden von den Menschen in riesigen Mengen produziert und meist grob fahrlässig verwendet. Viele dieser Stoffe finden den Weg in den Wasserkreislauf und gelangen früher oder später in die Meere. Dort fliessen sie in die Nahrungskette ein und werden – je höher man in der Nahrungspyramide steigt – in immer grösseren Mengen in den Körpern der Meeresbewohner abgelagert. So sind beispielsweise Delphine, die sich an der Spitze der Nahrungspyramide befinden am stärksten mit Schadstoffen belastet.

Genau das ist ironischerweise die grösste Chance der Meeressäuger, um den Treibjagden und dem Tod zu entkommen. Denn sollte es gelingen, das Bewusstsein der Menschen dergestalt zu ändern, dass die Säugetiere der Meere nicht mehr als Nahrungsmittel, sondern als Quellen gefährlicher Schadstoffe angesehen werden, wird das Töten auf kurz oder lang gestoppt werden. Die Walfangindustrie würde aufgrund des Rückgangs der Nachfrage auf den Nullpunkt zusammenbrechen. Und genau das ist das Ziel unserer Bestrebungen.

Heute noch wird – speziell in Japan – Wal- und Delphinfleisch konsumiert, als hätte es nie eine Minamata-Umweltkatastrophe gegeben. Seit den Sechzigerjahren bis heute leiden tausende Personen an den Folgen einer Quecksilber-Vergiftung, die durch kontaminierten Fisch verursacht wurde. Viele sind bereits daran gestorben. Quecksilber ist einer der Stoffe, den man heute in extrem hohen Konzentrationen im Fleisch der Delphine nachweisen kann. Bei Menschen führt es bereits in relativ kleinen Mengen zu einer Verschlechterung des Gedächtnisses, Haarausfall, Müdigkeit, Depressionen, Konzentrationsstörungen, Tremor und Kopfschmerzen. Eine erhöhte Konzentration von Quecksilber kann bei Menschen sowie bei Meeressäugern zu schweren Herzleiden und zum Tod führen.

Aber auch weitere Giftstoffe sind Thema des „White Paper“, speziell krebserregende Chemikalien, denn in den letzten Jahren wurden Meeressäuger immer häufiger Opfer von Krebserkrankungen. Da Menschen, die deren Fleisch konsumieren, die Giftstoffe in hoher Konzentration zu sich nehmen, droht ihnen dasselbe Schicksal, wie den Meeressäuger.

Zusammenfassung der Themen des „White Paper“: „Dolphines Are Not Food“

Das „White Paper“ in englischer Fassung: „A Shared Fate“