Im April 2017 startete das schweizweite Forschungsprojekt «Swiss Litter Report». Die Organisationen WWF, STOPPP und Hammerdirt haben sich zusammengetan, um herauszufinden, wie viel Abfall in der Schweiz an den Ufern von Seen und Flüssen vorzufinden ist. 150 Freiwillige haben dafür ein Jahr lang an 112 Orten in der Schweiz fast monatlich die entstehende Abfallmenge akribisch gesammelt, gezählt und ausgewertet. Mittels der Smartphone-App «Marine Litter Watch» wurden die Fundstücke in die entsprechenden Abfallkategorien eingeteilt.

Nun, knapp ein Jahr später, erscheinen die Resultate. Hier einige Auszüge davon:

  • Knapp 100’000 Abfallstücke wurden gesammelt, der grösste Teil davon Zigarettenstummel
  • 65% des Abfalls bestand aus Plastik (grösstenteils Zigarettenstummel, da der Filter aus Plastik besteht)
  • Städtische Gebiete weisen eine erhöhte Abfalldichte auf. Auch sind Seeufer verschmutzter als Flussufer
  • Im Sommer, wenn die Seen und Flüssen häufiger besucht werden, steigt auch das Abfallvolumen an

Die Forscher haben nun diese Resultate mit Littering-Statistiken aus anderen Ländern verglichen. Leider scheint die Schweiz ihren Ruf als sauberes Land nicht verdient zu haben, so sind wir bloss Mittelmass. Weiter haben die Forscher berechnet, dass pro Monat ca. 10’000-13’000 kg Plastik an Schweizer Flüssen und Seen anfällt. Pro Monat bleiben also drei erwachsene Schwertwale aus Müll an unseren Seen- und Flussufern liegen. Bedenklich, denn die Schweiz als Wasserschloss Europas, trägt zu einem beachtlichen Teil zum Müll bei, der in die Meere einfliesst. Darum ist es wichtig, Littering zu unterbinden und möglichst wenig Abfall zu produzieren. Lassen Sie sich durch unsere I Care Kampagne inspirieren und werden Sie selbst aktiv!

Quellenangabe: Swiss Litter Report: http://stoppp.org/