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5. November 2019. Am ersten Tag der siebenten Vertragsstaatenkonferenz zum Abkommen für den Schutz von Walen und Delphinen im Mittelmeer und Schwarzen Meer (ACCOBAMS) lädt OceanCare die Regierungsvertreter der Anrainerstaaten zu einem Side-Event, um das SaveMoby-Project zu präsentieren. Gemeinsam mit Wissenschaftlern aus unterschiedlichen Disziplinen arbeiten wir mit Hochdruck an einer Lösung, um das Risiko einer Kollision zwischen Schiff und Pottwal auf ein Minimum zu reduzieren. Das ambitionierte Projekt ist neben den politischen Forderungen nach einer Verlegung der Hauptschifffahrtsroute um wenige Seemeilen sowie einer Reduktion der Geschwindigkeit für Schiffe einer der letzten Hoffnungsschimmer, die Pottwale im zentralen und östlichen Mittelmeer vor der Ausrottung zu bewahren.

Mit dem Side-Event am ersten Konferenztag wollen wir den Regierungsvertretern die Dringlichkeit der Situation vor Augen führen und verdeutlichen, dass man mit gemeinsamen Anstrengungen ziel- und lösungsorientiert Meeresschutz betreiben kann. Darüber hinaus bringen wir die Sorge über die geplante Erschließung von neuen Ölressourcen im Hellenischen Graben zum Ausdruck, die u.a. zu einer immensen Lärmbelastung für die akustisch sensiblen Meeressäuger führt. Der Hellenische Graben ist ein essentieller Lebensraum für die Pottwale im zentralen und östlichen Mittelmeer.

Inhalte und Vortragende am Side-Event:

Simone Panigada, Vorsitzender des ACCOBAMS-Wissenschaftsausschusses und Präsident des Tethys Research Institute, erläutert, wie wichtig der Hellenische Graben vor Griechenland als Lebensraum für Waltiere ist und weshalb dieser als «Important Marine Mammal Area (IMMA)» eingestuft wird.

Emmanuel Skarsoulis ist wissenschaftlicher Direktor des Institute of Applied and Computational Mathematics der Foundation for Research and Technology-Hellas (IACM-FORTH) und Mitglied des von OceanCare finanzierten Forschungs- und Schutzprojektes SaveMoby Herr Skarsoulis präsentiert den Ansatz und den aktuellen Entwicklungsstand des Projektes.

Nicolas Entrup, Co-Direktor für internationale Beziehungen bei OceanCare, adressiert die Gefahren für Waltiere im Hellenischen Graben, die Herausforderungen und Forderungen an Privatsektor und Regierung und die Sorge über die intensivierte Ölsuche in der Region.

Johannes Müller, Politikexperte bei OceanCare, moderiert die Veranstaltung und die anschließende Diskussion.

Weiterführende Informationen: