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Hauptthema des zweiten Konferenztags war die Umsetzung der an der letzten Konferenz des UN Fishstock Agreements beschlossenen Massnahmen zur Erhaltung der pelagischen Fischarten. Wie zu erwarten war, wurden Mängel in der Umsetzung festgestellt, weshalb weiterhin ein Rückgang der Fischpopulationen verzeichnet wird.  Gefordert wurde auch, dass die Regionalen  Fischerei Management Organisationen (RFMO’s)  die Empfehlungen Wissenschaftler mehr Beachtung schenken.

Ingrid und ich haben uns weiterhin darauf konzentriert, die Delegierten der Mitgliedstaaten und der RFMO’s über den Einfluss der Unterwasserlärmverschmutzung zu orientieren und konnten mit zehn weiteren Staaten und 2 RFMO Vertretern sprechen.

Interessant waren vor allem die Gespräche mit den Vertretern von Trinidad & Tobago und Mozambique. An den Küsten dieser zwei Länder finden nähmlich Seismische Tests statt. Der Lärm der Druckluftkanonen zur Erforschung von Oelvorkommen ist vor allem für Fische ein grosses Problem. So ist es denn auch nicht erstaunlich, dass sich sowohl die Fischer in Trindad & Tobago als auch Mozambique über das Fehlen der Fische beklagen. Die Fischer von Trinidad & Tobago haben Schadenersatzforderungen gestellt. Die Oelfirmen wollten sie mit 3000 Trinidad Dollar abspeisen, was etwa 450 Franken entspricht.

OceanCare fordert von der FAO eine sozio-ökonomische Studie zum Thema Unterwasserlärmverschmutzung und Fischerei in der Hoffnung, dass die FAO und UNO die Massnahmen für die regelung und Reduzierung der Unterwasserlärmverschmutzung vorantreiben. Davon würden nicht nur die Fischer, sondern auch die Fische, Wale und Delphine profitieren und das ist unser erklärtes Ziel.

Sigrid Lüber