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Am 28.5.2010 kündigte die australische Regierung an, Japan vor dem internationalen Gerichtshof wegen des Walfangs im Antarktischen Schutzgebiet anzuklagen. Ein vom IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) finanziertes Rechtsgutachten unabhängiger internationaler Rechtsexperten empfahl der Australischen Regierung schon 2007 den Gang zum Internationalen Gerichtshof. Laut Gutachten sind die Rechtsexperten der Meinung, der wissenschaftliche Walfang Japans verstosse unter Anderem gegen die Rahmenkonvention der Internationalen Walfangkommission (IWC).

Japan zeigte sich enttäuscht von dieser Ankündigung und verwies auf den gegenwärtig stattfindenden Verhandlungsprozess in der IWC. Dort steht ein sehr umstrittener Vorschlag zur Diskussion, der den Walfang für die nächsten zehn Jahre legalisieren würde. Der Vorschlag, den 25 deutsche Umweltverbände erst kürzlich heftig kritisierten, wurde von Deutschland mit ausgearbeitet.

Unter dem Deckmantel der Wissenschaft harpuniert Japan jährlich hunderte Zwergwale und neuerdings auch einige Finnwale. Das Fleisch wird anschleißend kommerziell verkauft.