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Der auf dem weltberühmten und grössten Korallenriff aufgelaufene chinesische Frachter Shen Neng 1 wurde freigeschleppt. Dies gelang den australischen Experten gestern rechtzeigit vor einem drohenden Sturm. Das Schiff wurde zunächst aus der Untiefe geschleppt und stabilisiert. Der 230 Meter lange Frachter liegt immer noch in der Nähe der Unglücksstelle. Taucher sollen feststellen, ob das Schiff seetüchtig genug ist, um nach China geschleppt zu werden.

Von den Tausend Tonnen Schweröl flossen etwa drei Tonnen ins Meer. Der Grossteil des Öls konnte abgepumt werden. Das ausgelaufene Öl konnte mit Chemikalien gebunden werden. Die Frage, welchen Einfluss die Chemikalien auf das sensible Ökosystem am Grossen Barriereriff in Australien haben, bleibt offen.

Der freigeschleppte chinesische Kohlefrachter hat eine Spur der Verwüstung  am Grossen Barriereriff hinterlassen.  Es dürfte 20 Jahre dauern, bis die Organismen sich davon erholt haben, sagte ein Sprecher des Great Barrier Reef-Naturschutzgebietes.  Taucher des Naturschutzdienstes haben den Schaden  in Augenschein genommen. “Wir haben 20 bis 40 Meter breite Schneisen gefunden, wo die Oberfläche des Riffs total pulverisiert war”, sagte Sprecher David Wachenfeld. “Wenn es dort Erhebungen gab, sind die total platt gemacht worden.” So verheerende Schäden hatten die Experten nicht erwartet. “Das Schiff ist ja nicht nur auf das Riff gelaufen”, sagte der Chef des Parks, Russell Reichelt. “Es ist im Laufe der Woche über einen Kilometer weitergerutscht und hat dabei Schäden angerichtet. Die Farbe, die dabei vom Rumpf gekratzt wurde, tötet die Korallen.”