Mehr als 30 Delphine und 20 Pottwale sind in den letzten acht Monaten an den Küsten des westlichen Mittelmeers gestrandet, die meisten zwischen Sizilien und der Toskana. Dies sind bereits mehr Todesfälle als im ganzen Jahr 2018.

Die Ursachen für dieses Massensterben ist noch unklar, eine Obduktion oft schwierig, weil manche Tiere bereits stark verwest sind. Erste Untersuchungen zeigen lediglich, dass gewisse Tiere mit Morbilliviren – verwandt mit dem Masern-Virus – infiziert waren und einen leeren oder mit Plastik gefüllten Magen hatten. Ob dies die Gründe für die Todesfälle sind, werden die Wissenschaftler des italienischen Strandungsnetzwerks, darunter auch die Universität von Padua, in den nächsten Wochen analysieren. Wir bleiben dran und halten Sie auf dem Laufenden.

Für die schwindende Pottwal-Population des Mittelmeers sind diese Todesfälle ein grosser Verlust. Die Tiere pflanzen sich nur langsam fort, da sie spät geschlechtsreif werden: Weibchen mit etwa 9 Jahren, Männchen mit 18 Jahren. Umso wichtiger ist es, die Pottwale im Mittelmeer vor sämtlichen Gefahren zu schützen. Neben Plastikmüll und Unterwasserlärm sind es nämlich Kollisionen mit grossen Schiffen, die meist tödlichen Ausgang haben. Deshalb hat OceanCare, mit Wissenschaftlern aus ganz Europa, ein innovatives Walschutz-System, entwickelt.

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