INFOS VON A-Z >
Grindwalfang auf den Färöer-Inseln – Grausame Wikinger-Tradition
Auf den zu Dänemark gehörenden Färöer-Inseln werden die traditionellen Massaker an den Grindwalen und anderen geschützten Delphinarten mittels Eisenhaken und Messern immer noch unvermindert weitergeführt. Jährlich werden rund 1'000 Grindwale (Globicephala melas), auch als Pilotwale bekannt und rund 300 Weissseitendelphine (Lagenorhynchus acutus)auf brutalste Art getötet.Obwohl Dänemark sich als Mitunterzeichner der Bonner und Berner Konventionen dem Schutz der Kleinwale verpflichtet hat, werden die färingischen Massaker an den Walen indirekt durch dänische Gelder mitfinanziert. Ein beträchtlicher Teil des Färinger Staatshaushaltes wird nämlich von Dänemark subventioniert. Da Dänemark überdies das Protektorat des Färinger Justizsystems und die Regelung der nationalen Banken innehat, besteht eine klare legale Verpflichtung in diesem Problem.
Die Grindwaljagd (Grindabod) ist keine regulierte Jagd und findet immer dann statt, wenn eine Grindwalschule an den Färöer-Inseln vorbeischwimmt. Per Radio werden die Färinger zur Teilnahme an der Grindwaljagd aufgerufen. Diese lassen ihre Arbeit liegen und eilen aufs Meer und an den Strand, um am Gemetzel teilzunehmen. Leute die nicht daran teilnehmen, werden geächtet.
Dabei verstossen die Färinger nicht nur laufend gegen internationale Gesetze, sondern ignorieren auch die wenigen lokalen Bestimmungen. Viele Treibjagden finden in Buchen, respektive Häfen statt, welche selbst nach Färinger Recht für den Fang von Walen verboten sind, weil diese dafür völlig ungeeignet sind.
Für die Jagd wird die Gaff, ein ca. 5 Pfund schwerer Metallhaken benützt. Diese Haken haben den Walen meistens den Rücken aufgeschlitzt und wurden von den Färingern den Tieren immer wieder in den Rücken getrieben - bis zu 6 mal. Die Gaff verursacht schwere Verletzungen und grosses Leiden bei den Walen. Aufgrund von massiven Protesten haben die Färinger Mitte der Neunziger Jahre eine neue Gaff entwickelt und an der IWC vorgestellt. Mit dieser Gaff wird anstelle des Hakens eine Kugel ins Blasloch der Grindwale gerammt. Wie bisher werden die 4 – 6 Meter langen und bis zu 3,5 Tonnen schweren Tiere dann an der Gaff in seichte Buchten gezogen und dort mit dem Messer bei lebendigem Leib aufgeschlitzt. OceanCare bezweifelt, dass dieses perfide Gerät den Tieren einen humaneren Tod ermöglicht.
Der Lebensstandard auf den Färöer-Inseln ist einer der höchsten Europas. Die Supermärkte sind mit allen erdenklichen Luxusartikeln gefüllt; zum Beispiel auch - obwohl sie ihre eigene Schafzucht betreiben - mit Lammfleisch aus dem weit entfernten Neuseeland. Die Bevölkerung ist also nicht auf den Konsum von Walfleisch angewiesen.
Auch hat die Färinger Regierung selber die Bevölkerung schon 1997 dazu aufgerufen, nicht mehr als zweimal monatlich Walfleisch zu essen, weil das mit Quecksilber und PCB verseuchte Fleisch stark gesundheitsschädigend ist. Frauen und Mädchen sollten es überhaupt nicht essen. Die Folgen des Walfleischkonsums von Grindwalen des Nordatlantiks von einem Team dänischer Ärzte untersucht, weil vermutet wurde, dass der Walfleischkonsum eine mögliche Ursache für die zunehmenden Nervenerkrankungen (Parkinson etc.) der Einwohner aller Altersstufen auf den Färöer-Inseln sein könnte. Die Studie zeigt, dass Muttermilch der Mütter auf den Färöer-Inseln weltweit den höchsten Gehalt von PCB aufweist.
Die Färinger konsumieren etwa 5 - 10 mal mehr PCBs als die Dänen, was hauptsächlich von ihrer Vorliebe für Grindwalfleisch und Speck herrührt. PCB’s sind stark im Walspeck konzentriert. PCBs gehören zu einer Gruppe von Schwermetallen aus der chemischen Industrie, welche durch das Nahrungsnetz verteilt werden und über die Muttermilch an die kommende Generation weitergegeben werden. Man nimmt an, dasS gewisse Schadstoffe eine sogenannt Oestrogengleiche Wirkung haben und einige Krebs verursachen. Des weiteren ist bekannt, dass diese Substanzen die Intelligenz der Kinder limitieren und in grossen Mengen die Lernfähigkeit der Kinder verlangsamen.
Die Ergebnisse der Studie eines internationalen Forschungsteams, geführt von Professor Dr. med. Philippe Grandjean der Odense Universität, Dänemark und Dr. med. Pal Weihe vom Spital Torshavn der Färöer-Inseln haben ein grosses Interesse geweckt, denn diese Kinder wurden durch gewisse von ihren Müttern eingenommene Nahrung verseucht.
So ist es denn auch kein Wunder, dass ein grosser Teil des erbeuteten Walfleisches auf der Müllkippe landet.
OceanCare ist der Ansicht, dass obwohl Traditionen anderer Völker respektiert werden müssen, diese nicht isoliert vom Verständnis und Respekt der Pflanzen- und Tierwelt betrachtet werden können. Die Grindwaljagd, wie sie heute ausgeführt wird, hat nichts mehr mit Tradition zu tun, werden doch „hightech“ Mittel wie Speedboote, Sonar, Echolot, Funkgeräte etc. eingesetzt, um die Wale zur Strecke zu bringen. Ganze Walfamilien werden ausgelöscht. Die Tiere werden während Stunden vom offenen Meer in Buchten getrieben und müssen dann im Blut ihrer Artgenossen herumschwimmen, bis sie selber auf brutalste Art getötet werden.
Schliessen Sie sich OceanCare an und senden Sie Ihren Protest an
Prime Minister's Office
Løgmansskrivstovan
Tinganes
P.O.Box 64
FO—110 Tórshavn
E-mail: info@tinganes.fo
Faroe Islands Tourist Board
Samvit—Faroe IslandsEnterprise
Bryggjubakki 12
P.O. Box 118, FO-110 Torshavn, FAROE ISLANDS
E-mail: tourist@tourist.fo
Königlich Dänische Botschaft
Herr Botschafter Lars Møller
Thunstrasse 95
CH-3000 Bern 31
Email: lmolle@um.dk
zurück
OceanCare - Oberdorfstrasse 16 - Postfach 372 - 8820 Wädenswil
Telefon: +41 (0) 44 780 66 88 - Fax: +41 (0) 44 780 68 08
E-mail: info@oceancare.org - Internet: www.oceancare.org






