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Stellungnahme OceanCare zur Garantiemarke „Dolphin Safe“
Mit der Förderung selektiver Fischereipraktiken durch das Dolphin Safe-Programm seit anfangs der 1990er Jahre ist die Delphinsterblichkeit im östlichen Pazifik um jährlich 100'000 Tiere pro Jahr gesunken. Aufgrund dieses Erfolgsausweises liess OceanCare das vom Earth Island Institute (EII) kontrollierte Label im Jahr 2001 in der Schweiz als Garantiemarke registrieren und erreichte, dass sich dem Programm alle wichtigen Schweizer Nahrungsmittel-Importeure und Grossverteiler anschlossen. 2002 übergab OceanCare die Betreuung des Schweizer Marktes an EDSMO (European Dolphin Safe Monitoring Organisation). OceanCare betonte dabei immer, dass der Konsum von Thunfischprodukten wie auch von Meerfischen generell kritisch ist, denn die Ozeane sind akut überfischt. Viele Arten – darunter auch Thunfische – sind vom Aussterben bedroht. Wer trotz der bekannten Fakten nicht auf Thunfischprodukte verzichten will, soll in den Regalen aber zumindest kontrollierte Produkte finden.
Das Earth Island Institute garantiert mit Dolphin Safe u.a. für folgende Punkte:
- Mit Dolphin Safe werden Thunfischprodukte bezeichnet für die keine Delphine gejagt, gefangen oder getötet wurden.
- Dolphin Safe-Kriterien verbieten die Anwendung von Ringwaden-, Treib- oder Kiemennetzen. Der Thunfisch wird nach Methoden gefangen, die laut FAO (United Nations Food and Agriculture Organization) den niedrigsten Beifang erzielen. Dolphin Safe fordert die Freilassung lebender Meeresschildkröten und hat dazu geführt, dass Massnahmen zur Reduktion von Beifang sowie ein Verbot von Hai-Finning im amerikanischen Gesetz verankert wurden.
- Dolphin Safe hat zur Verlagerung des Fangs vom überfischten Gelbflossenthunfisch zum Skipjack-Thunfisch (Bonito) geführt, dessen Bestände gemäss wissenschaftlichen Gremien und auch der FAO ökologisch nachhaltiger befischt werden können.
OceanCare ist befremdet, dass um Dolphin Safe eine Debatte in den Medien geführt werden muss, weil verpasst wurde, dies auf konstruktive Weise innerhalb der Organisationen zu tun. Es erstaunt zudem, dass der WWF Schweiz einem Label mit Potential eine grundlegende Absage erteilt, die Öffentlichkeit damit vor den Kopf stösst und das Risiko in Kauf nimmt, kompetente Arbeit für den Schutz der Natur zunichte zu machen. In einem Brief an die WWF-Geschäftsleitung brachte OceanCare dies zum Ausdruck. Gleichzeitig bat sie das Earth Island Institute, bezüglich der Kritikpunkte erneut beim WWF Schweiz vorstellig zu werden und Verbesserungsvorschläge für das Dolphin Safe-Programm ernsthaft zu prüfen.
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