König der Arktis in Gefahr

Den Eisbären schmilzt der Lebensraum weg. Wissenschaftler befürchten, dass die Bestände allein wegen des Klimawandels bis 2050 um 70 Prozent einbrechen könnten. Wenig bekannt ist, dass Eisbären jedes Jahr zu Hunderten abgeschossen werden – ganz legal.
Maximal 25'000 Eisbären gibt es noch. Mit dem Abschmelzen des Packeises verlieren sie Kinderstube und Jagdrevier. Auch Förder-firmen, die gewaltige Öl- und Gasvorkommen unter dem Eis ausbeuten wollen, drängen die Tiere zurück. Ungeachtet der schwindenden Lebensräume werden Eisbären weiterhin abgeschossen. Rund 700 pro Jahr allein in Kanada. 

Einige Länder haben die Bedrohung erkannt. Norwegen verbietet die Jagd auf Eisbären und die USA haben 2008 ein Einfuhrverbot für Eisbärenprodukte erlassen. Für rund 40'000 Euro pro Tier können Trophäenjäger in Kanada aber weiterhin Polarbären töten. Der Handel mit den weissen Fellen boomt.

Handelsverbot für Eisbärenfelle

Im Rahmen des Species Survival Network (SSN), einer Vereinigung von 80 Umweltorganisationen, geht OceanCare gegen die Trophäenjagd vor. Als Teil einer speziellen Arbeitsgruppe setzen wir uns dafür ein, dass das Washingtoner Artenschutzabkommen (CITES) ein weltweites Handelsverbot für Eisbärenprodukte erlässt.

OceanCare sorgt auch dafür, dass der Eisbär durch das Abkommen zum Schutz wandernder, wild lebender Tierarten (CMS) geschützt wird. Die Aufnahme in die so genannte Bonner Konvention bedeutet, dass Schutzzonen besser vernetzt und die arktische Ölförderung sowie neue Schiffsrouten hinsichtlich negativer Auswirkungen auf die Tiere geprüft werden müssen.

Prominente Unterstützung

Umweltaktivist und Schauspieler Hannes Jaenicke unterstützt OceanCare im Schutz der Eisbären. Im von Tangofilm gesponserten Online-Spot „Eisbär – König der Arktis in Gefahr“ weist er auf die Bedrohung der Tiere hin. Gemeinsam mit den Organisationen fordert er die kanadische Regierung dazu auf, die Jagd auf die bedrohten Tiere und den Handel mit den Fellen zu verbieten.

 


 

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